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Finanzanalyse – Technische Analyse

Veröffentlicht in Allgemeine VWL, Internes Rechnungswesen von Redakteur am 9. Aug. 2011

Aktienkurse können über die technische sowie über die fundamentale Analyse hinsichtlich zukünftiger Entwicklung bewertet werden. Dieser Artikel befasst sich mit der technischen Analyse von Aktienkursen, welche nur für Trader/Retailer mit Fokus auf kurzfristige Kursgewinne interessant ist. Es geht hierbei um reine Kursgewinne durch Handel von Aktien. Diese Kursgewinne sind völlig losgelöst von der Wertschöpfung, die sich in der Aktiengesellschaft abspielt.

Der beispielhafte Aktienkurs zur Veranschaulichung nachfolgender Beispiele ist der Aktienkurs von der SAP AG (gehandelt an der NYSE).

Technische Analyse

Die technische Analyse (auch: Chart-Analyse) beschränkt sich auf die reine Betrachtung der Stock-Performance. Ausschlaggebend ist nur der reine Wechselkurs, nicht die Unternehmensgeschichte oder sich aus dem Geschäftsbetrieb ergebende Chancen und Risiken des Unternehmens, dessen Aktien betrachtet werden. Die technische Analyse besteht aus drei Teilgebieten:

  • Technische Trendanalyse – Kennzahlen und -linien, welche Kursschwankungen voraussagen können
  • Technische Indikatoren – markierende Graphen zur Trend-Muster-Erkennung
  • Risikomanagement – die technische Chart-Analyse verlangt Sachlichkeit und einen „kühlen Kopf“

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Börsengang – Initial Public Offering

Veröffentlicht in Allgemeine VWL, Internes Rechnungswesen von Redakteur am 11. Jul. 2011

Wertpapierbörsen spielen eine wichtige Rolle in der heutigen Geschäftswelt. Eine Aktienbörse (engl. Sock Market oder Stock-Exchange oder Equity Market) ist ein privater oder öffentlicher realer oder virtueller Marktplatz, bei welchem Aktien und Derivate zu einem vordefinierten, übereinkommenden Preis gehandelt werden.

Die Hauptakteure im Aktienhandel waren in der Vergangenheit die sogenannten Trader. Trader (engl. für „Händler“) handeln mit Wertpapieren, insbesondere mit Aktien. Heute hat sich die Gewichtung zu Gunsten der institutionellen Investoren (Kreditinstitute, Rentenversicherungen, Fondgesellschaften, Investorengruppen etc.) verschoben. Der individuelle Investor (Retail) spielt in der globalen Aktiengeschäftswelt nur noch eine kleine Rolle.

Aktien sind bei Aktienbörsen gelistet und dürfen dort gehandelt werden. Aktienbörsen sind Einrichtungen, die darauf spezialisiert sind, Käufer und Verkäufer von Aktienpapieren zusammen zu bringen. Aktienbörsen wurden international durch die USA sehr geprägt. Die größten Börsen befinden sich in den USA, bekannt sind hier allen voran die New York Stock Exchange (NYSE), NASDAQ und Amex. Die wichtigsten Aktienbörsen in Europa sind die London Stock Exchange, die Deutsche Börse AG (Frankfurt am Main) sowie die Paris Bourse.

Weltweite Hochburgen für Wertpapierbörsen sind in Amerika und Kanada, der Europäischen Union sowie in Asien zu finden. In Asien sind (in Reihenfolge des Handelsvolumens) Hongkong, Singapur, Tokyo und Shanghai von hoher Bedeutung in der Finanzwelt.

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Aufstand gegen die Massenproduktion – Buchempfehlung

Veröffentlicht in Allgemein, Allgemeine BWL, Allgemeine VWL, Bücher von Redakteur am 10. Jun. 2011

Die Welt ist im Wandel – Während die aufstrebenden Schwellenländer ihre Massenproduktion expandieren, um ihre Bevölkerung von der Unterversorgung in eine Wohlstandsgesellschaft bringen zu können, entdecken entwickelte Industrieländer einen neuen Trend: Back to the roots. Der Trend geht weg von Massenware hin zu individuellen Produkten, zu personalisierten Produkten und zu Produkten mit Charakter.

Das Buch Marke Eigenbau von Holm Friebe und Thomas Ramge geht auf genau diesen Trend ein und behandelt ihn nicht nur aus Kunden-, sondern auch aus Unternehmersicht.


Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion


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Kundenindividuelle Massenproduktion

Veröffentlicht in Allgemeine VWL, Fabrikplanung, Logistik, Trends & Zukunft von Redakteur am 6. Jun. 2011

Die Produktion wandelte sich in den letzten Jahrhunderten enorm. Während die Produktion vor 300 Jahren noch in Werkstätten oder kleinen Manufakturen lokalisiert war, brach ungefähr 1860 in der westlichen Welt und Deutschland die Industrialisierung an und die Wege der Massenproduktion wurden eingeschlagen. Durch die Massenproduktion konnten Güter produktiver und damit günstiger hergestellt werden. Dies sorgte erstmalig dafür, dass einige westliche Länder durch die hohe Versorgung von Arbeit und Gütern in flächendeckenden Wohlstand befördert wurden. Dadurch änderte sich auch das Konsumverhalten, denn Grundnahrungsmittel standen nicht mehr alleine im Nachfragespektrum der westlichen Gesellschaft.
Ein weiterer Höhepunkt war die darauffolgende Globalisierung nach dem zweiten Weltkrieg. Ressourcen wie Energie und Arbeitskraft wurden in den westlichen Ländern immer teurer, die Massenproduktion wurde teilweise in Drittweltländer verlagert, wodurch einige zu sogenannten Schwellenländern aufstiegen. In dieser Phase befindet sich die Menschheit noch heute.

Es zeichnet sich jedoch in den Industrieländern ein neuer Trend ab, welcher ein neues Produktionszeitalter einleiten könnte. Westliche Volkswirtschaften tendieren daher zur kundenindividuellen Massenproduktion (engl.: Mass Customization). Die Grundbedürfnisse der Menschen in den entwickelten Industrieländern sind weitgehend befriedigt und sowohl private Haushalte als auch Unternehmen geben sich nicht länger nur mit Standardprodukten zufrieden. (mehr…)


Unternehmensrating nach Basel II und Basel III

Veröffentlicht in Allgemeine VWL, Internes Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht von Redakteur am 13. Mai. 2011

Das Rating von Unternehmen ist ein Gebiet aus der Unternehmensanalyse des betriebswirtschaftlichen Managements mit dem Hintergrund der Sicherstellung einer Fremdfinanzierung.

Basel II ist ein Instrument der Sicherung der nötigen Eigenkapitalausstattung und damit der Vermeidung von wirtschaftsschädigenden Kreditausfällen. Es handelt sich hierbei um die Einschätzung eines Kreditinstitutes darüber, ob ein potenzieller Schuldner den Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend (unter Heranziehung von Sicherheiten) nachkommen können wird. Ein ernster Verzug von Zahlungen besteht in diesem Sinne nach Verstreichen einer Frist von 90 Tagen nach Fälligkeit.

Gemäß §18 KWG (Kreditwesengesetz) sind deutsche Kreditinstitute zur Prüfung der Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers verpflichtet, aus welchen Eigenmittel als Sicherheit in nach diesem Gesetz festgelegter Höhe für den Kredit bei dem Kreditinstitut hinterlegt werden müssen.

Basel II fasst Eigenkapitalvorschriften zusammen, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossen wurden. Die Regelungen finden gemäß EU-Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG in Deutschland und der gesamten Europäischen Union (EU) Anwendung. Die USA, welche diese Regelungen als Erstidee  vorschlug, hat diese Regelungen bisher nicht übernommen, strebt die Übernahme entsprechender Regeln jedoch langfristig an.

Basel II wird bis 2013 schrittweise durch neue Regelungen nach Basel III teilweise ersetzt oder ergänzt. Basel III nimmt damit auch ganz neue Themenbereiche auf und schlägt, ergänzend zu den bisherigen Regeln nach Basel II, in einer Richtung der Eigenkapital-Bewertung ein. (mehr…)


Buchempfehlung – BWL & VWL

Veröffentlicht in Allgemeine BWL, Allgemeine VWL, Bücher von Redakteur am 27. Apr. 2009

Grundvoraussetzung für das Absolvieren der Studiengänge zum Wirtschaftsingenieur und Wirtschaftsinformatiker ist ein fundiertes Wissen über die Betriebswirtschaftlehre (BWL) und zumindes ein Grundwissen über die Volkswirtschaftslehre (VWL).

www.der-wirtschaftsingenieur.de möchte jeweils ein Buch über die allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre.

 




Für weiterführende Kenntnisse und komplexeres Wissen über statistische Methoden in der VWL und BWL kann dieses Buch empfohlen werden:



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Magisches Viereck

Veröffentlicht in Allgemeine VWL von Redakteur am 1. Apr. 2008

Das wirtschaftliche Oberziel in der sozialen Marktwirtschaft ist fixiert auf ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht. Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Unterziele definiert, die vier wichtigsten werden gemeinsam oft als „Magisches Viereck“ bezeichnet. „Magisch“, weil die Unterziele teilweise gegeneinander konkurrierende Ziele sind.

magisches Viereck

Unterziele des Magischen Vierecks:

  • Preisniveaustabilität:
    Die In-/Deflation soll möglichst eingegrenzt werden, so dass nur für die Wirtschaft „gesunde“ Preisschwankungen eintreten. Einfluss nehmen, auf die Preisniveaustabilität, kann der Staat durch die eigenen Staatsausgaben, der Fiskalpolitik sowie die Steuerung von Mindestreserven der Banken und Anpassungen des Leitzinses durch die Institution der Zentralbank.
    Überwacht wird das Preisniveau z.B. mit dem Warenkorb-Verfahren.
  • Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum:
    Der Markt soll sich möglichst nicht überhitzen, das Wirtschaftswachstum jedoch auch nicht stagnieren oder in die Rezession verfallen.
    Bemessen wird das Wirtschaftswachstum vor allem am Bruttoinlandsprodukt.
  • Hoher Beschäftigungsstand:
    Ein hoher Beschäftigungsstand sichert die Wirtschaftskraft, die Finanzierung des Sozial(versicherungs)systems und den sozialen Frieden in der Bevölkerung.
    Es gibt verschiedene Kennzahlen (u.a. die Arbeitslosenquote), mit welchen der Beschäftigungstand eingeschätzt werden kann.
  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht:
    Einseitige Abhängigkeiten gegenüber dem Ausland sind zu vermeiden. Der Export soll gefördert werden.
    Einer der Indikatoren für die Einschätzung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts ist die Außenbeitragsquote.

Magisches Sechseck

Oft ist auch vom „Magischen Sechseck“ die Rede. Dieses ist das Magische Viereck, erweitert um die folgenden Aspekte:

  • Soziale Gerechtigkeit bzw. gerechte Verteilung
  • Umweltschutz

Insbesondere diese zwei erweiternde Punkte stehen im Konflikt mit den Unterzielen des Magischen Vierecks.

Volkswirtschaftler stehen dem Magischen Sechseck (und anderen Erweiterungen) oft kritisch gegenüber.


Produktionsfaktoren

Veröffentlicht in Allgemeine VWL von Redakteur am 7. Feb. 2008

Produktionsfaktoren (Produktionsmittel) im Sinne der VWL

  • Arbeit (Arbeitskräftepotenzial einer Wirtschaftsgesellschaft, einschließlich der in der Arbeitskraft steckenden Potenziale an Wissen und Fähigkeiten)
  • Boden (die für die Produktion verwendete Bodenfläche einschließlich der von der Natur bzw. Umwelt abgegebenen Nutzungen)
  • Kapital (umfasst die produzierten Produktionsmittel, Werkzeuge, Maschinen, Gebäude, Anlagen und Infrastruktur in Form von Verkehrs- und Kommunikationswege), ist als Realkapital zu sehen nicht als Geldsumme

Opportunitätskosten

Veröffentlicht in Allgemeine BWL, Allgemeine VWL von Redakteur am 6. Feb. 2008

Opportunität = Gelegenheit

Opportunitätskosten sind entgangene Erlöse, die nur dann entstanden wären, wenn vorhandene Gelegenheiten zur Nutzung von Ressourcen wahrgenommen worden wären.

Im Klartext sind es Gewinnverluste, also Gewinne aus nicht durchgeführten Geschäften.


Komparative Kosten

Veröffentlicht in Allgemeine BWL, Allgemeine VWL von Redakteur am 6. Feb. 2008

Komperative Kosten sind das Verhältnis der Produktionskosten zweier Güter zueinander. Komperative Kosten sind ein wichtiger Aspekt der Thematik Arbeitsteilung.

Eine Arbeitskraft oder ein Unternehmen (oder gar eine Volkswirtschaft) kann nicht mehrere Güter parallel mit gleicher Qualität und in gleicher Quantität herstellen. Es müssen dabei immer Kompromisse eingegangen werden.

komperative Kosten (mehr…)


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