Produktionsfaktoren

Produktionsfaktoren (Produktionsmittel) im Sinne der VWL

  • Arbeit (Arbeitskräftepotenzial einer Wirtschaftsgesellschaft, einschließlich der in der Arbeitskraft steckenden Potenziale an Wissen und Fähigkeiten)
  • Boden (die für die Produktion verwendete Bodenfläche einschließlich der von der Natur bzw. Umwelt abgegebenen Nutzungen)
  • Kapital (umfasst die produzierten Produktionsmittel, Werkzeuge, Maschinen, Gebäude, Anlagen und Infrastruktur in Form von Verkehrs- und Kommunikationswege), ist als Realkapital zu sehen nicht als Geldsumme

Komparative Kosten

Komperative Kosten sind das Verhältnis der Produktionskosten zweier Güter zueinander. Komperative Kosten sind ein wichtiger Aspekt der Thematik Arbeitsteilung.

Eine Arbeitskraft oder ein Unternehmen (oder gar eine Volkswirtschaft) kann nicht mehrere Güter parallel mit gleicher Qualität und in gleicher Quantität herstellen. Es müssen dabei immer Kompromisse eingegangen werden.

komperative Kosten

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Güter

Nichtfreie Güter sind volkswirtschaftlich gesehen, knappe Waren und Dienstleistungen, die zu einem Preis angeboten werden können.

Substitutive Güter

Substitutive Güter sind gegeneinander austauschbar, denn beide Güter können das selbe Bedürfnis (annähernd) gleichermaßen befriedigen.

Beispiele: Ein TV-Gerät lässt sich durch einen PC mit TV-Hardware ersetzen. Ob die Ersetzung sinnvoll ist, hängt von Präferenzen des Nutzers ab und wirtschaftlichen Faktoren.

Das Verhalten einer Preis-Absatzfunktion ist wie folgt:

Verändert sich der Preis eines substituierbaren Gutes (z.B. steigen), ändert sich die Nachfrage für das andere Gut (z.B. hier: steigen). Steigen also beispielsweise die Preise für TV-Geräte, werden sich mehr Menschen überlegen, einen PC mit entsprechender Hardware zu kaufen.

Komplementäre Güter

Komplementäre Güter sind im Verwendungszweck miteinander verbunden, da sie sich gegenseitig ergänzen. Z.B. ist die Produktion von Motorradhelmen indirekt an die Produktion von Motorrädern gekoppelt. Bricht der Markt für Motorräder zusammen, wird auch die Produzierende Industrie der Motorradhelme Konsequenzen ziehen müssen.

Vollkomener Markt

Der vollkommende Markt ist ein Abstraktionsmodell um die Marktfunktionen an Hand einfacher Beispiele besser verstehen zu können.

Was zeichnen den vollkommenden Markt, wenn es Ihn geben würde, aus?

  • Atomistische Martkstruktur

Der vollkommende Markt ist ein Polypol, es gibt keine Marktteilnehmer mit übergeordneter Macht

  • Güterhomogenität

Alle Güter stehen in gleicher Qualität und Quantität bereit

  • Präferenzenfreiheit

Es gibt keine Bevorzugung durch soziale Bindung oder unterbewussten Bevorzugungen

  • Markttranzparenz

Alle Angebote und die gesamte Nachfrage sind sofort ersichtlich, ohne z.B. geografische Benachteiligung

  • Mobilität (unbegrenzt)

Entfernungen zu Nachfragern/Anbietern spielen keine Rolle

  • Unbegrenzte Teilbarkeit aller Produktionsfaktoren
  • Unendliche Reaktionsgeschwindigkeit

Angebots-/Nachfrageänderungen wirken sich sofort aus

  • Freiwillige Ausstauschbeziehungen

Keine Produktionseinbrüche z.B. durch Naturkatastrophen

  • Konstante und stabile Produktionsverfahren

Der Markt

Als Markt wird das Zusammentreffen von Nachfrage und Angebot nach mindestens einem Gut bezeichnet. Der Markt versucht immer in ein Gleichgewicht zu kommen, dass Nachfrage und Angebot also übereinstimmen.

Verschiedene Märkte sind:

  • Gütermärkte (Flohmarkt, Kaufhaus, …) und Immobilienmärkte
  • Dienstleistungs- und Arbeitsmärkte
  • Wertpapiermärkte (insbesondere der Aktienmarkt)

Marktforum

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Soziale Marktwirtschaft

 Die Soziale Marktwirtschaft ist ein Wirtschaftssystem, welches in Deutschland existiert. Das System beruht auf der Basis der freien Marktwirtschaft. Im System der freien Marktwirtschaft sind alle Wirtschaftseinheiten frei, ungebunden (keine sozialen Verpflichtungen), reiner Kapitalismus. Da sozial Benachteiligte in einer absolut freien Marktwirtschaft kaum überlebensfähig sind, gleicht der Staat in das Wirtschaftssystem ein, regelmentiert es oder unterstützt es unter Einbeziehung von sozialen und ökologischen Aspekten.

Verteilungsfunktion:

Da Leistungsfähigere immer mehr verdienen können, als Leistungsunfähigere (z.B. Behinderte, Altersschwache), verteilt der Staat Einkommen um, so dass auch weniger leistungsfähigere Menschen überleben und sich zudem zumindest ein Existenzminimum sichern können.

Zuordnungsfunktion:

  • Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für funktionsfähigen Wettbewerb, denn Wettbewerb sorgt für Innovation (besser sein als der Andere) und für konkurrierende Produktpreise
  • Öffentliche Güter und Dienstleistungen, denn nicht alle nachgefragten Produkte sind für Unternehmen rentabel auf dem Markt anzubieten oder müssen (aus sozialen Gründen) so niedrig im Preis angeboten werden, dass diese Aufgabe nur der Staat übernehmen kann
  • Steuerung des Marktes, denn z.B. Zigaretten stellen eine gesundheitliche Gefahr für die Gesellschaft dar, daher existiert eine Regelmentierung mit zusätzlichen Steuern (hier: Tabaksteuer), andere Produkte sind vorteilhaft für die Gesellschaft und werden subventioniert (z.B. Bildungsangebote)
  • Rechtssicherheit, z.B. indem Arbeitgebern aufgezwungen wird, einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitnehmer auszuhandeln

Stabilisierungsfunktion:

Der Geld steuert einer drohenden Überhitzung der Konjunktur oder einer Rezession entgegen, indem er mehr oder weniger in das Wirtschaftssystem investiert oder z.B. die Fiskalpolitik (Steuerpolitik) anpasst