Wie man sich als Ingenieur selbständig macht – Buchempfehlung

Für viele Ingenieure stand das Karriereziel bereits zu Studienbeginn fest: Eine fachlich interessante Position mit Führungsverantwortung in einem Konzern soll es mal werden.

Dass es jedoch auch noch ganz andere Perspektiven gibt, als für Großunternehmen in abhängiger Beschäftigung zu arbeiten, wird selbst von den wissensoffenen Hochschulen gerne mal ignoriert und im Lehrplan unterschlagen. Das Motto “Arbeitsplätze schaffen, statt selbst nur welche zu beanspruchen” scheint kein verbreitetes Ziel von Hochschulstudenten zu sein. Dabei passt Unternehmertum recht gut auf viele Wünsche der Studenten und Absolventen: Unabhängigkeit, freie Zeiteinteilung, Gestaltungsfreiheit und Offenheit für jede geschäftliche Gelegenheit ohne Bindung an ein bestimmtes Berufsbild sowie – abhängig nach Ideenreichtum und Leistung – unbegrenztes Einkommenswachstums.

Natürlich hat eine eigene Unternehmensgründung auch ihre Herausforderungen, welche jedoch von Hochschulabsolventen zu bewältigen sein dürften. Um sich nicht ganz unvorbereitet diesen Herausforderungen stellen zu müssen, existiert viel hilfreiche Literatur zum Thema Existenzgründung. Je nach Art und fachlichem Hintergrund stellen Existenzgründungen jedoch unterschiedliche Ansprüche.

Das Buch Leitfaden für Existenzgründer – Wie man sich als Ingenieur selbständig macht vom Autor Erhard Sanft gibt hilfreiche Tipps und liefert Strategien für die Gründung, Personalführung, Marketing und Vertrieb. Das Buch informiert über rechtliche Rahmenbedingungen und über Fallstricke der Finanzierung speziell zugeschnitten auf die Berufsgruppe der in Wirtschaft oder Wissenschaft tätigen Ingenieure. Im Fokus stehen dabei Gründungen von Ingenieurbüros und technisch orientierten Unternehmensberatungen.

Leitfaden für Existenzgründer: Wie man sich als Ingenieur selbstständig macht (VDI-Buch / VDI-Karriere)

Auf 300 Seiten werden ausschließlich die Dinge erläutert, die für Ingenieure bei der Existenzgründung eine Rolle spielen. Aber nicht nur inhaltlich wird das Buch den Ansprüchen der Ingenieure gerecht, auch sprachlich fasst es das Wesentliche auf den Punkt, ganz ohne lange Floskeln und Umschweife. Das Buch erläutert jedoch nicht nur, es fordert den Leser auch heraus, sich genaue Gedanken zu seiner Persönlichkeit und Gründungsidee zu machen.

Das Buch ist übrigens auch für Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker interessant. Zwar werden spezielle Wirtschaftskenntnisse, mindestens aber die Grundlagen der Betriebswirtschaftlehre, in den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik behandelt, die Methoden und Grundsätze des Unternehmertums sowie die Gespräche mit potenziellen Kapitalgebern aber in der Regel zu sehr vernachlässigt.

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