Planungsvorbereitung

Beschaffung, Bereitstellung, Kontrolle und Anpassung von Eingangsinformationen sind die Kernaufgaben der Planungsvorbereitung.

Hauptziel ist die positive Beeinflussung der Wirtschaftlichkeit, noch bevor die Festlegung der Erzeugnisgestaltung und -erstellung vorgenommen wurde. Die Planung stellt einen systematischen,im Vorfeld definierten Vorgang da, welcher die spätere Abwicklung der Leistungserstellung und -bereitstellung gewährleisten und hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit optimieren soll.

Die Planungsvorbereitung arbeitet primär in der Arbeitsvorbereitung, jedoch insbesondere gemeinsam mit der Konstruktion, aber auch mit den Kunden bzw. dem Vertrieb und den Lieferanten. Dabei greifen die Verantwortlichen der Planungsvorbereitung direkt und indirekt in die Prozesse der Konstruktion, Einkauf und Vertrieb ein.

Die Planungsvorbereitung bewertet die Konstruktionsergebnisse und die Ausgestaltung hinsichtlich Fertigungsfähigkeit (technisch und wirtschaftlich). Auch die Logistik (Verfallszeiten, Haltbarkeit, Transportfähigkeit etc.) spielt dabei eine Rolle.

Insgesamt muss die Konstruktion eine gerechte Produktentstehung ermöglichen:

  • Fertigungsgerecht (Produktionssicht)
  • Transportgerecht (Logistiksicht)
  • Nutzungsgerecht (Kundensicht)
  • Umwelt- und entsorgungsgerecht (Umweltsicht)

Die Planungsvorbereitung kann bei Bedenken die Konstruktionen unter Vorgaben überarbeiten lassen, kann beraten und Empfehlungen abgeben.

Während die Konstruktion das Produkt betrachtet, betrachtet die Arbeitsplanung die Prozesse um die Produktentstehung. Die Planungsvorbereitung muss beide Welten berücksichtigen und sich zwischenschalten.

ArbeitsplanungKonstruktion
FokusProduktfunktionenFertigung
ArbeitssichtProzesse der ProduktentstehungProdukteigenschaften
Konstruktions-ForderungNutzungsgerechtheit, neben Kosten- und UmweltgerechtheitTechnische und wirtschaftliche Fertigungsgerechtheit, neben Umweltgerechtheit
SachgebietProzessgestaltungProduktgestaltung

Die Einflussnahme auf die Produktgestaltung bedingt die Anpassung der Prozessgestaltung und umgekehrt.