BOINC – Wissenschaft zum Mitmachen – Verteiltes Rechnen

BOINC ist eine Verwaltungssoftware für wissenschaftliche Projekte des verteilten Rechnens. Verteiltes Rechnen bedeutet, die Rechenleistung vieler verschiedener Computer, auch (oder gerade) aus dem Heimanwenderbereich, zu nutzen.

BOINC ist im Grunde ein Ausbau des Konzepts verteilter Anwendungen. Dafür werden die Projekte, bei denen man sich für gewöhnlich separat anmelden muss, in die Software BOINC auf dem eigenen PC eingerichtet. Mit BOINC werden dann automatisch verfügbare Arbeitspakete auf den eigenen PC geladen. Die Arbeitspakete werden mit der eigenen, verfügbaren Rechenleistung abgearbeitet und die Ergebnisse automatisch zurückgesandt.

BOINC ist ein Akronym und bedeutet Berkeley Open Infrastructure for Network Computing. Berkeley ist der Name der Universität in Kalifornien (USA), welche diese Software entwickelt hat.

BOINC kann auf der Webseite zu BOINC von der Berkeley Universität heruntergeladen werden. Link: http://boinc.berkeley.edu/

Standardmäßig verteilt BOINC die Leistung auf alle registrierten Projekte gleich. BOINC greift auf die Leistung des Computers standardmäßig nur mit niedriger Priorität zu, so dass der User nicht sehr viel vom Betrieb von BOINC mitbekommt.

Was kam zuerst, BOINC oder das wissenschaftliche Projekt?

BOINC ist aus dem Projekt SETI@home entstanden. SETI@home ist ein wissenschaftliches Projekt, welches Daten von einem Radioteleskop an Clients sendet und von diesen auswerten lässt. Mit BOINC sollte die Trennung von dem wissenschaftlichem Projekt und der Client-Server-Verwaltung (und sonstigen Verwaltungsaufgaben) geschehen. BOINC wurde gezielt dazu erschaffen, dass auch andere Projekte dieses Konzept nutzen können, wenn sie entsprechende Schnittstellen bereitstellen.

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