Digitale Fabrik – Fabrikplanung mit mordernen IT-Lösungen

Die Reallayoutplanung ist eine der arbeitsintensivsten Phasen der Fabrikplanung und wurde bis in die 1990er Jahre noch vorwiegend mit technischen Zeichnungen auf Papier umgesetzt. Heute gibt es sehr viel Software, die die Möglichkeit der Nutzung einer virtuellen Realität (VR) für die Fabrik- und Fertigungsplanung schafft. Virtuelle Realität ist in der Produktentwicklung als CAD und digital Mock-Up (digitales Versuchsmodell) bekannt, für die Fabrikplanung wird virtuelle Realität unter dem Konzept einer digitalen Fabrik eingesetzt. Eine digitale Fabrik ist eine virtuelle, zwei- oder drei-dimensionale Darstellung der Fabrik zur Durchführung einer Realplanung und testgetriebenen Simulation, insbesondere für Materialflussanalysen.

Nachfolgende Abbildungen entstammen der Software visTABLE (weitere Informationen zur Software unten im Artikel).

→ WEITERLESEN

Businessplan – Geschäftsplanung – Buchempfehlung

Geschäftsplanung ist nicht nur eine betriebswirtschaftliche Disziplin für Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker, sondern jeder potenzielle Existenzgründer muss sich bei ernsthaft verfolgten Gründungsvorhaben mit der Geschäftsplanung (Business Planning) befassen.

Der Autor Jürgen Arnold gibt in seiner Buch-Reihe Existenzgründung einen Leitfaden für die Unternehmensgründung. Die Kerndisziplin dabei bleibt die Geschäftsplanung, die mit dem Geschäftsplan (Businessplan) neben dem Gründer(-team) bei der Suche nach Eigen- oder Fremdkapitalgebern (Investoren) zur Finanzierung der Unternehmensgründung die  entscheidende Rolle spielt. Ein Businessplan ist aber nicht nur für Kapitalgeber wichtig, sondern auch als Eigenkontrolle für die Gründer. Autoren-Motto: Zuerst systematisch planen, dann konsequent erfolgreich werden.


Existenzgründung – Businessplan & Chancen

Der Aufbau eines Businessplans wird im Buch bereits in der typischen Form, betriebswirtschaftlich und logisch aufbauend dargelegt:

  1. Executive Summary (Kurzfassung)
  2. Gründervorstellung (Einzelperson oder Team)
  3. Unternehmensvorstellung (Ziele, Produkte, Alleinstellungsmerkmale, Marken)
  4. Marktbewertung (Segmente, Nachfrage-Angebot-Analyse, Konkurrenzanalyse, Lieferantenanalyse)
  5. Management und Organisation (Aufgabenverteilung, Verantwortungen, Personalplan)
  6. Finanzanalyse
    1. Rentabilitätsvorschau (Umsatzplan, Kosten-/Ertragsplan)
    2. Chancen/Risiken (Worst-Case, Best-Case, Realistic Case)
    3. Investitionsplan
    4. Finanzierungsbedarfsplan

Das Buch ist als Anleitung und Nachschlagewerk zu verstehen und klärt Fragen über die Erstellung eines Businessplans, typische Fehler bei der Erstellung sowie die Vorgehensweise bei der Recherche, den Aufbau des Businessplans, der Auswahl der Hilfsmittel und der Präsentation des Businessplans. Der Autor (ein geschäftsführender Gesellschafter eines Beratungsunternehmens) schreibt kompetent, jedoch leicht verständlich auch für Leser ohne akademischen Hintergrund. Das Buch enthält zudem einen Muster-Businessplan als Beispiel.

→ WEITERLESEN

Die 3 Formen des Wirtschaftsingenieur-Studiums

In diesem Gastartikel schreibt Milan Klesper, ein ehemaliger Studienberater, über die drei Wege, ein Wirtschaftsingenieur-Studium aufzunehmen. Milan hat viele Jahre an einer Fachhochschule Studieninteressente bei der Studienwahl beraten. Mittlerweile gibt er sein Wissen im Internet mit Hilfe von seriösen und unabhängig erstellten Studienwebseiten weiter.

Wussten Sie, dass es in Deutschland insgesamt 121 Studienorte für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen gibt? Wenn man bedenkt, dass insgesamt 200 Hochschulen deutschlandweit ein Studium im Bereich der Ingenieurwissenschaften anbieten, ist das eine ziemlich große Auswahl, die Studieninteressenten da haben. Allerdings lässt sich die Auswahl zumindest etwas verkleinern, je nachdem, für welche Studienform man sich interessiert. Nachfolgend gebe ich einen Überblick über die drei in Frage kommenden Studienmodelle.

→ WEITERLESEN

Verteilte Systeme – Buchempfehlung

Verteilte Anwendungen sind aus dem Alltag der Industrienationen nicht mehr wegzudenken, auch wenn die meisten Anwender nicht viel davon bemerken. Insbesondere mobile Anwendungen und die immer leistungsfähiger werdenden dienstorientierten Architekturen (Service-Oriented Architecture – SOA) lassen verteilte Anwendungen immer bedeutsamer werden. Verteilte Systeme bestehen aus verteilten Systembausteinen, welche im Netzwerk (z. B. dem Internet) miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Es gibt heute kaum noch Anwendungen, welche nicht verteilt sind und gerade industrielle Anwendungen sind ohne verteilte Systeme undenkbar. Typische Einsatzfelder sind der Handel, die Büroautomatisierung, PPS-Anwendungen (z. B. Fertigungssteuerung), ERP-Anwendungen, PLM-Anwendungen, Überwachungssysteme und alltägliche Anwendungen (z. B. Browser, Instant-Messenger, Smartphone Apps).

Das Buch Verteilte Systeme von Alexander Schill und Thomas Springer geht auf die Systemarchitekturen (z. B. das Cloud Computing) und Kommunikationsmodelle verteilter Anwendungen ausführlich ein. Auch Transaktionen (Kommunikationsschritte zwischen den verteilten Systembausteinen), Namens- und Verzeichnisdienste, Sicherheit, Konzepte der Softwareentwicklung speziell für verteilte Systeme, dienstbasierte Architekturen (SOA) sowie das mobile Computing werden behandelt. Das Buch steht unter dem Dach der Wirtschaftsinformatik mit Fokus auf die Modellierung und Unterstützung von Geschäftsprozessen.



Verteilte Systeme: Grundlagen und Basistechnologien (eXamen.press) (German Edition)

→ WEITERLESEN

Steigende Anforderungen an ERP-Systeme

In diesem Gastartikel schreibt Sascha Hochweber über die neue Trends bei ERP-Systemen und gestiegene Anforderungen, die heute an ERP-Systeme gestellt werden.

Ein modernes ERP-System soll ein Unternehmen bei der Umsetzung von wichtigen Kernprozessen zum reibungslosen Betriebsablauf unterstützen. Darunter fallen Kernelemente wie zum Beispiel die Senkung der laufenden Betriebskosten, sowie die Bereitstellung und Implementierung von neuen Services und hinzugewonnenen Ressourcen. Was bisher die ERP Systeme der neuesten Generation in Anlehnung an die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens problemlos bewerkstelligen konnten, muss nicht grundlegend, aber umfangreich an neue Gegebenheiten angepasst werden.

Angesichts der erst kürzlich überwundenen Wirtschaftskrise und neuen Herausforderungen auf den Märkten durch politische Entscheidung und wirtschaftliche Verlagerungen, sollen neue IT-Lösungen aus dem ERP-Umfeld die Optimierung von bestehenden und neuen Geschäftsprozessen ermöglichen. Insbesondere mittelständische Unternehmen setzen bei einem ERP System auf ein ausgereiftes und angepasstes Liquiditätsmanagement. Doch das Liquiditätsmanagement ist lediglich ein Aspekt bei einem ERP System, welches künftig noch stärker in den Mittelpunkt als Herzstück eines jeden Unternehmens rückt.

Der immer größer werdende Kostendruck bei Unternehmen jeder Größenordnung wächst, sodass das vorhandene ERP-System seitens der IT zunehmend schneller angepasst werden muss. Hierbei spielen Kriterien wie etwa die schnelle Anpassung der Preise an die aktuellen Gegebenheiten des Marktes, sowie eine sich stetig wandelnde strategische Ausrichtung des Unternehmens eine wichtige Rolle.

Ältere ERP-Systeme waren ausschließlich in unterstützender Funktion vorhanden und gaben eine Plattform her, welche die Visualisierung von Geschäftsprozessen zur späteren Entscheidungsfindung ermöglichte. Nach einstimmiger Meinung von Experten müssen die heutigen Systeme in Zukunft von einer eher passiven Haltung in eine aktive Rolle schlüpfen und bei Entscheidungen beratend unterstützen. Dieser Umstand stellt an moderne ERP-Systeme in Sachen individueller Konfigurationsmöglichkeiten und der damit einhergehenden Skalierbarkeit eine Fülle neuer Anforderungen dar. Die sich ständig wandelnden Anforderungen an moderne ERP-Systeme werden vor allem eine Belastungsprobe
für die ERP-Architekturen, wie die Computerwoche schreibt.

→ WEITERLESEN

Cloud Computing

Cloud Computing ist ein modernes Konzept der Bereitstellung von Programmlogik, Netzwerk-, Rechen- und/oder Speicherkapazität über Dienste im Internet.
Cloud Computing ist ein Begriff aus dem angelsächsischem Sprachraum und ins Deutsche nur schwer zu übersetzen, die möglichweise verständlichste Übersetzung ist “Rechnerwolke”. Die Wolke als Symbol für das Internet unterstreicht die Unbestimmtheit des Internets als weltweites und unüberschaubar verzweigtes Netzwerk. In der Netzwerktechnik sind Wolken das Symbol für das Internet im Netzwerkplan.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. definiert Cloud Computing wie folgt:

Cloud Computing ist eine Form der bedarfsgerechten und flexiblen Nutzung von IT-Leistungen. Diese werden in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Damit ermöglicht Cloud Computing den Nutzern eine Umverteilung von Investitions- zu Betriebsaufwand. Die IT-Leistungen können sich auf:

  • Anwendungen,
  • Plattformen für Anwendungsentwicklungen und -betrieb und auf die
  • Basisinfrastruktur

beziehen.

Von Diensten des Cloud Computing wird auch von Cloud-Diensten oder von Diensten in der Cloud gesprochen.

→ WEITERLESEN

Weiterbildungen für Wirtschaftsingenieure

In diesem Gastartikel schreibt Eva Mattern über den Nutzen von Weiterbildungen und gibt Tipps für die Suche nach Kursen, Seminaren, Coaching und Training.

Lebenslanges Lernen und Weiterbildungen sind, und werden, immer wichtiger. Das gilt für Berufe innerhalb aller Branchen und dementsprechend auch für Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker. Wer beruflich weiterkommen will, muss sich so früher oder später auf die Suche nach Fort- und Weiterbildungen machen. Manche Unternehmen investieren auch selbst in ihre Mitarbeiter und stellen Fortbildungen zur Verfügung. Das Weiterbildungsangebot ist vielfältig, deshalb sollte man sorgfältig wählen. Dennoch, ob für die persönliche Entwicklung, das berufliche Fortkommen oder einfach nur aus eigenem Interesse: Eine Weiterbildung ist nie umsonst.

→ WEITERLESEN

Prozessmanagement – Buchempfehlung

Prozessmanagement gilt seit der 90er Jahre als unverzichtbare Maxime in der Unternehmensgestaltung. Das Geschäftsprozessmanagement ist heute zu einem entscheidenden Instrument der Führung und Gestaltung von Unternehmen geworden.  Der stetige Kostendruck in allen Branchen und die steigende Nachfrage nach individuellen Produkten bedingen zunehmend strategische Entscheidungen, wie die enge Integration und Kooperation mit Partnern, Kunden und Lieferanten sowie eine prozessorientierte Analyse und Realisierung von Organisations- und IT-Strukturen.

Aufbauorganisation folgt Ablauforganisation – Auf dieses Ideal stoßen Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens immer wieder und auch das Buch Prozessmanagement – Ein Leitfaden zur prozessorientierten Organisationsgestaltung von den Autoren Jörg Becker, Martin Kugeler und Miacheal Rosemann (Hrsg.) bekräftigt dies mit jedem der 21 Kapitel. Das Buch ist eines der umfangreichsten Werke über das moderne Prozessmanagement.


Prozessmanagement: Ein Leitfaden zur prozessorientierten Organisationsgestaltung

→ WEITERLESEN

Programmiersprache – C#

Die Programmiersprache C# (gesprochen: C Sharp) ist eine seit 2001 von Microsoft veröffentlichte Programmiersprache, welche sich seitdem auf Erfolgskurs zu einer der meist angewendeten Programmiersprachen entwickelt. C# ist international anerkannt und genormt. Neben C++ und Java gehört C# zu den mächtigsten und heute verbreitesten Hochsprachen. Während C++ eine hybride Sprache ist, sind Java und C# weitgehend objektorientierte Programmiersprachen.

Die Programmiersprache C# findet in Wissenschaft und vor allem in Wirtschaftsunternehmen verbreitete Anwendung und wird teilweise auch von Microsoft selbst für systemeigene Programme des Betriebssystems eingesetzt. In der Industrie, im Handel sowie in Dienstleistungsbranchen (wie z. B. der Versicherungsbranche) lassen sich mit C# entwickelte .Net-Anwendungen finden.

Mit C# lassen sich vielfältige Anwendungen realisieren, vom Dienstprogramm im Hintergrund über verteilte Anwendungen, Desktop- und Webanwendungen bis hin zur Smartphone-Applikation (App). C# Anwendungen laufen im Microsoft .Net Framework, welches so nur für Betriebssysteme von Microsoft existiert. C#-Quellcode wird anders als C++-Quellcode und ähnlich wie Java-Quellcode nicht einmalig direkt in hardware-spezifischen Maschinencode übersetzt, sondern zur Laufzeit durch einen sogenannten JIT-Compiler (Just-In-Time-Compiler). Über Betriebssysteme von Microsoft hinweg besteht eine sogenannte Plattformunabhängigkeit durch die Common Language Runtime (CLR) des .Net Frameworks. C#-Quellcode werden in eine Zwischensprache (Intermediate Language Code) übersetzt, was in ausführbare .exe-Dateien resultiert. Das Starten der .exe-Dateien führt dazu, dass der Just-In-Time-Compiler der CLR den Zwischencode in Maschinencode übersetzt. Ohne .Net-Framework sind diese .exe-Dateien nicht ausführbar.

→ WEITERLESEN