ABC-Analyse

Projektmanagement befasst sich mit vielen Zahlen, die Aussagen (Eigenschaften wie Kosten, Anzahl, Größe usw.) über Komponenten (Aufgaben, Prozesse, Teile, Produkte, Module usw.) der Projekts treffen.

Um den Überblick zu behalten und Entscheidungen treffen (und rechtfertigen) zu können, ist es notwendig, die Zahlen miteinander zu verknüpfen, so dass die Werte der Komponenten veranschaulicht werden.

Dafür sollten die Komponenten in Klassen aufgeteilt werden, klassischerweise in drei Klassen A, B und C (daher ABC-Analyse), aber auch eine Aufteilung in mehr als drei Klassen ist denkbar.

  • Komponenten der Klasse A:
    Komponenten, die nur in geringer Menge vorkommen, jedoch hohe Vermögenswerte ausmachen. Pro Komponente ein hoher Wert
  • Komponente der Klasse B:
    Komponenten, die in einer mittleren Menge vorkommen, aber insgesamt noch einen mittleren Vermögenswert ausmachen. Pro Komponenten ein mittel hoher Wert.
  • Komponenten der Klasse C:
    Komponenten, die in hoher Menge vorkommen, aber insgesamt nur einen mittleren bis geringen Vermögenswert ausmachen. Pro Komponente nur ein kleiner Wert.
KlasseWerteanteilMengenanteil
A70%10%
B15%30%
C15%60%

Die Verteilung könnte – in einem Liniendiagramm visualisiert – etwa so aussehen:

Ein Beispiel für eine solche Verteilung wäre in der Branche für den Bau von sanitären Einrichtungen:

Komponenten der Klasse C: Weitgehend nicht sichtbare Montageteile, nicht individualisiert sondern standardisiert, z. B. Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Dübel, Dichtungen usw.

Komponenten der Klasse B:  Kaum sichtbare, zum Teil standardisierte und individualisierte Komponenten, wie Leitungen, Halterungen, Auskleidungen, Abschirmungen usw.

Komponenten der Klasse A: Sichtbare, hochwertige Teile, individualisiert, z. B. Waschbecken, Platten (aus Marmor etc.), verchromte Wasserhähne, Spiegel, Halogenstrahler usw.

Die ABC-Analyse lässt sich nicht nur auf Teile eines Produkts, sondern auf ganze Produkte, Prozesse usw. anwenden. In einem Projekt sollte der Fokus immer auf Komponenten der Klasse A und B liegen, ohne jedoch den Gesamtblick zu verlieren.

Eine Weiterführung der ABC-Analyse ist die ABC-XYZ-Analyse, wie sie beispielsweise in der Logistik häufig zum Einsatz kommt.

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