Aufstand gegen die Massenproduktion – Buchempfehlung
Die Welt ist im Wandel – Während die aufstrebenden Schwellenländer ihre Massenproduktion expandieren, um ihre Bevölkerung von der Unterversorgung in eine Wohlstandsgesellschaft bringen zu können, entdecken entwickelte Industrieländer einen neuen Trend: Back to the roots. Der Trend geht weg von Massenware hin zu individuellen Produkten, zu personalisierten Produkten und zu Produkten mit Charakter.
Das Buch Marke Eigenbau von Holm Friebe und Thomas Ramge geht auf genau diesen Trend ein und behandelt ihn nicht nur aus Kunden-, sondern auch aus Unternehmersicht.
Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion
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Kundenindividuelle Massenproduktion
Die Produktion wandelte sich in den letzten Jahrhunderten enorm. Während die Produktion vor 300 Jahren noch in Werkstätten oder kleinen Manufakturen lokalisiert war, brach ungefähr 1860 in der westlichen Welt und Deutschland die Industrialisierung an und die Wege der Massenproduktion wurden eingeschlagen. Durch die Massenproduktion konnten Güter produktiver und damit günstiger hergestellt werden. Dies sorgte erstmalig dafür, dass einige westliche Länder durch die hohe Versorgung von Arbeit und Gütern in flächendeckenden Wohlstand befördert wurden. Dadurch änderte sich auch das Konsumverhalten, denn Grundnahrungsmittel standen nicht mehr alleine im Nachfragespektrum der westlichen Gesellschaft.
Ein weiterer Höhepunkt war die darauffolgende Globalisierung nach dem zweiten Weltkrieg. Ressourcen wie Energie und Arbeitskraft wurden in den westlichen Ländern immer teurer, die Massenproduktion wurde teilweise in Drittweltländer verlagert, wodurch einige zu sogenannten Schwellenländern aufstiegen. In dieser Phase befindet sich die Menschheit noch heute.
Es zeichnet sich jedoch in den Industrieländern ein neuer Trend ab, welcher ein neues Produktionszeitalter einleiten könnte. Westliche Volkswirtschaften tendieren daher zur kundenindividuellen Massenproduktion (engl.: Mass Customization). Die Grundbedürfnisse der Menschen in den entwickelten Industrieländern sind weitgehend befriedigt und sowohl private Haushalte als auch Unternehmen geben sich nicht länger nur mit Standardprodukten zufrieden. (mehr…)
Buchempfehlung – Controlling umsetzen für Praktiker
Das Buch Controlling umsetzen: Fallstudien, Lösungen und Basiswissen von den Autoren Péter Horváth, Ronald Gleich und Dietmar Voggenreiter ist ein Buch für operatives und strategisches Controlling für Praktiker.
Wer ist denn beim Controlling nun ein Praktiker? Zugegeben, für Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf strategisches Controlling reicht dieses Buch bestenfalls zum Warmwerden, für Angestellte im internen Rechnungswesen eines Mittelständlers oder für Freiberufler sowie den mittelständischen Unternehmern selbst, ist dieses Buch eine wahre Bereicherung und Anregung für die berufliche Praxis. Die Autoren haben ihre Zielgruppe ganz klar auf diesen Personenkreis ausgerichtet und sprechen auch deren “Sprache”. Ein gewisses Grundwissen sollte jedoch vorhanden sein, reine Ingenieure, gänzlich ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund, werden sich auch mit diesem Buch schwer tun.
Das Buch enthält keine akademischen Aufsätze über die Theorie des interenen Rechnungswesens, sondern verständliche Texte, zum guten Verständnis untermauert mit praktischen Fallstudien aus dem betrieblichen Alltag. Jede Fallstudie im ersten Teil des Buches enthält verschiedene Problemstellungen, welche der Leser selbst anpacken kann. Im zweiten Teil werden die Musterlösungen der Autorenschaft vorgetragen und im dritten Teil wird das angewandte Wissen in den Kontext der Theorien des Controllings gebracht und zu Grundwissen verknüpft.
Unter dem Strich also eine volle Empfehlung für dieses Buch, wenn Sie keine Theoretiker im Controlling sind, sondern Controlling-Wissen für Ihren Alltag benötigen.
Unternehmensrating nach Basel II und Basel III
Das Rating von Unternehmen ist ein Gebiet aus der Unternehmensanalyse des betriebswirtschaftlichen Managements mit dem Hintergrund der Sicherstellung einer Fremdfinanzierung.
Basel II ist ein Instrument der Sicherung der nötigen Eigenkapitalausstattung und damit der Vermeidung von wirtschaftsschädigenden Kreditausfällen. Es handelt sich hierbei um die Einschätzung eines Kreditinstitutes darüber, ob ein potenzieller Schuldner den Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend (unter Heranziehung von Sicherheiten) nachkommen können wird. Ein ernster Verzug von Zahlungen besteht in diesem Sinne nach Verstreichen einer Frist von 90 Tagen nach Fälligkeit.
Gemäß §18 KWG (Kreditwesengesetz) sind deutsche Kreditinstitute zur Prüfung der Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers verpflichtet, aus welchen Eigenmittel als Sicherheit in nach diesem Gesetz festgelegter Höhe für den Kredit bei dem Kreditinstitut hinterlegt werden müssen.
Basel II fasst Eigenkapitalvorschriften zusammen, die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossen wurden. Die Regelungen finden gemäß EU-Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG in Deutschland und der gesamten Europäischen Union (EU) Anwendung. Die USA, welche diese Regelungen als Erstidee vorschlug, hat diese Regelungen bisher nicht übernommen, strebt die Übernahme entsprechender Regeln jedoch langfristig an.
Basel II wird bis 2013 schrittweise durch neue Regelungen nach Basel III teilweise ersetzt oder ergänzt. Basel III nimmt damit auch ganz neue Themenbereiche auf und schlägt, ergänzend zu den bisherigen Regeln nach Basel II, in einer Richtung der Eigenkapital-Bewertung ein. (mehr…)
Cash Flow und Cash Value Added
In der internen Erfolgsrechnung gibt es zwei bedeutende Kennzahlen: Der Gewinn aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Cash Flow (oder Cashflow).
Cash Flow Kalkulation
Während der Gewinn vor allem für den Fiskus interessant ist, arbeiten Investoren tendenziell eher mit dem Cash Flow. Der Cash Flow ist für Investoren (oder deren externe Analysten) deswegen so beliebt, weil er ein unverfälschtes Bild über die Ertragskraft von einem Unternehmen gibt.
Cash Flow = Tatsächliche Einnahmen – tatsächliche Ausgaben
Der Brutto Cash Flow zeigt die Ertragskraft eines Unternehmens an. Ein Unternehmen könnte auf Grund hoher Investitionen (z. B. in Forschung und Marketing), welche den Gewinn und freie Mittel mindern, angeschlagen sein, dennoch aber auch durchaus ertragskräftig und damit gleichzeitig interessant für Investoren sein.
Beispielrechnung zur Verdeutlichung des Unterschieds des Gewinns und des Cash Flows: (vereinfachte Darstellung)
Umsatzerlöse 500 000€
- Betriebsausgaben 300 000€ (ausgabenwirksam!)
= Cash Flow 200 000€
- Abschreibungen 50 000€
- Rückstellungen 20 000€
= Gewinn 130 000€
Der Cash Flow darf also nicht mit dem Gewinn aus der GuV verwechselt werden, denn dieser berücksichtigt auch alle Aufwendungen und Erträge, welche nicht zahlungswirksam sind. Das sind beispielsweise Abschreibungen (Wertverluste durch Abnutzung und Alter) oder Rückstellungen (beispielsweise für zu erwartende Pensionszahlungen).
Es wird also deutlich, dass der Cash Flow nicht genug über das Überleben des Unternehmens aussagt, denn wenn die Abschreibungen und Rückstellungen sehr hoch sind, ist ein betriebswirtschaftlicher Verlust die Folge. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können trotz ausgezeichnetem Cash Flow schnell in Schwierigkeiten kommen, wenn neue Investitionen oder beispielsweise auch Steuernachzahlungen fällig werden. (mehr…)
Kapitalkosten und Risiko-Einfluss
Ein Unternehmen benötigt Eigen- und Fremdkapital, um Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Eigen- und Fremdkapital verursacht Kosten. Diese Kapitalkosten sind Einnahmequellen von Kapitalgebern. Unter Kapitalkosten wird die von Kapitalgebern geforderte Mindestrendite verstanden.
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Operative und strategische Betriebswirtschaft
In der Betriebswirtschaft wird die Handlungsfähigkeit nach zeitlichem Rahmen und damit nach Bedeutung der Aufgaben unterschieden.
Die Betriebswirtschaft kennt für ihre Bereiche operative und strategische Handlungsspielräume. (mehr…)
SWOT -Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument im Marketing und strategischen Controlling für die Unternehmensanalyse. Mit einer auf stichhaltig recherchierten SWOT-Analyse können die Stärken und Schwächen eines Unternehmens sowie durch dessen Umwelt bedingte externe Chancen und Risiken ermittelt werden. SWOT-Analysen beschreiben jedoch keine Strategien, sondern nur Zustände. Für das strategische Management ist die SWOT-Analyse die Grundlage für Rückschlüsse, auf Chancen und Risiken und Schlussfolgerungen, wie auf diese zu reagieren sei.
Vorgehensweise:
- Bestimmung der Stärken und Schwächen bei Betrachtung der internen Unternehmensprozesse
- Beschaffung
- Produktion
- Organisation
- Finanzen
- Strategie
- Bestimmung der vom Umfeld ausgehenden – also externen – Chancen und Risiken aus der politischen und volkswirtschaftlichen Perspektive(Makroperspektive)
- Politik
- Gesellschaft / Kultur
- Märkte
- Technologie / Innovation
- Bestimmung der vom Umfeld ausgehenden – externen – Chancen und Risiken aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive(Mikroperspektive)
- Wettbewerber
- Kunden
- Zulieferer
- Priorisierung der SWOT-Elemente 1. – 3.
- Bestimmung der strategischen Antwort (zu veranlassende Aktionen) auf die festgestellten SWOT-Ergebnisse (Zustandsbeschreibungen)
Stärken sollen genutzt werden, um Chancen zu nutzen. Schwächen müssen minimiert werden, wo Risiken drohen. Daher auch der Name bzw. das Akronym SWOT, für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Gelegenheiten/Chancen) und Threats (Bedrohungen/Risiken).
Ein häufiger Fehler bei der Erstellung von SWOT-Analysen ist die Verwechslung von Stärken mit Chancen und Schwächen mit Risiken.
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Deckungsbeitragsrechnung
Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Kostenbetrachtung aus der Kostenträgerrechnung und basiert auf der Ansicht nach dem Verursacherprinzip.
Der Deckungsbeitrag eines Produkts (Umsatz- und Kostenverursacher) ist die Summe aus den Umsatzerlösen, subtrahiert um die variablen Kosten. Alle Umsätze und Erlöse werden ausschließlich für das selbe, zugewiesene Produkt betrachtet.
Der Deckungsbeitrag ist eine Grundlage für die Preisgestaltung. Der Deckungsbeitrag soll die fixen Kosten decken und eine Gewinnspanne einschließen. (mehr…)
Beteiligungsfinanzierung
Die Beteiligungsfinanzierung ist ein Unternehmer-Teilhaber-Verhältnis.
Die Beteiligungsfinanzierung gehört zu der Außenfinanzierung, da die finanziellen Mittel von außen dem Unternehmen zufließen, sowie zur Eigenfinanzierung, da das Unternehmen (mehr oder weniger selbstständig) eine Eigenkapitalerhöhung vornimmt.
Die Beteiligungsfinanzierung kann zum teilweisen Verlust der Abhängigkeit und zu einer Änderung der Machtverhältnisse innerhalb des Unternehmens führen.
Die Teilhaberschaft ist gebunden an eine Gewinn-, aber auch einer Verlustbeteiligung.
Teilhaber können auch für die Schulden des Unternehmens haften, falls sie Vollhafter oder persönlich haftender GmbH-Gesellschafter sind. Zumindest besteht für Teilhaber ein Risiko bei Insolvenz des Unternehmens.
Ein großer Vorteil der Beteiligungsfinanzierung aus Unternehmenssicht ist die fehlende oder zumindest kaum standardisierte Absicherungsregelung. Allerdings gibt es i.d.R. Zugangsregelungen (und damit verbundene Prüfungen) zum Kapitalmarkt.
Beteiligungsfinanzierung kann des Weiteren unterschieden werden, in börsliche Beteiligung (mit einer Börse als Vermittler) oder außerbörsliche Beteiligung (z. B. Venture Capital, Leasing, Factoring). Neben den nachfolgend aufgeführten Finanzierungsform mit Beteiligung, gibt es vielerlei (hier nicht vorgestellte) Misch- und Sonderformen der Beteiligungsfinanzierung. (mehr…)
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