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- Generalist zwischen Wirtschaft und Technik


Zustandsdiagramm

Zustandsdiagramme werden in der UML beschrieben und dienen der Darstellung von Systemverhalten. Mit Zustandsdiagrammen kann das innere Verhalten von Objekten in GeschÀftssystemen oder IT-Systemen beschrieben werden. Das Verhalten bezeichnet die Wechselwirkung und Interaktion zwischen Objekten eines solchen Systems. Zustandsdiagramme sind vor allem in der Software-Entwicklung verbreitet, insbesondere bei Klassenobjekten, die ein sehr dynamisches Verhalten (ausgelöst durch viele Ereignisse) aufweisen.

Zustandsdiagramme zeigen die durch Ereignisse (Events) beeinflussten ZustÀnde, die ein Objekt annehmen kann, sowie die Ereignisse oder Nachrichten, die im kausalen Zusammenhang mit einem Zustandswechsel stehen. In einem GeschÀftssystem wird die ZustandsÀnderung der Objekte (Verhalten) durch GeschÀftsprozesse nach GeschÀftsregeln ausgelöst.

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RĂŒstzeiten und die SMED-Methode

Mit der Layoutplanung, der richtigen Fertigungsmittelanordnung und der Optimierung der Prozessfolge lĂ€sst sich im Produktionsmanagement bereits die Auftragszeit durch Senkung der Zeit je Einheit reduzieren. RĂŒstzeiten werden dabei jedoch gerne außer Acht gelassen, dabei kann sich auch die Optimierung der RĂŒstzeiten langfristig sehr positiv auf den Fabrikbetrieb auswirken.

Als RĂŒstzeit tr wird die Zeit bezeichnet, die nötig ist, um Betriebs-/Hilfsmittel fĂŒr Fertigungsprozesse vorzubereiten (AufrĂŒsten) sowie – nach der ProzessdurchfĂŒhrung – wieder in den ursprĂŒnglichen Zustand rĂŒckzuversetzen (AbrĂŒsten). Es ist ferner die Zeit, die fĂŒr die Umstellung eines Werkzeugs bzw. einer Maschinenanlage auf ein anderes WerkstĂŒck bzw. Produkt notwendig ist. Die RĂŒstzeit wird von den Fertigungsprozessen, den eingesetzten Maschinen und Werkzeugen unterschiedlich beeinflusst. Ein RĂŒsten kann in sehr regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden erfolgen (z. B. einmal RĂŒsten nach jeder Einheit) oder auch unregelmĂ€ĂŸig sein (z. B. nach einem Schaden am Werkzeug). FĂŒr Abnutzung (z. B. Instandhaltung) werden regelmĂ€ĂŸige Zeiten gesucht, die als Instandhaltungszeiten angesetzt werden – diese sollten möglichst lang gestaltet sein, dĂŒrfen jedoch die komplette Abnutzung, die zur QualitĂ€tsminderung am WerkstĂŒck fĂŒhrt, nie ermöglichen. Oftmals wird das AbrĂŒsten und erneutes AufrĂŒsten (beispielsweise nach Ablauf der Standzeit von Werkzeugen) oder UmrĂŒsten (z. B. zur Umstellung von Prozesswerten an Maschinen) nach einer bestimmten Anzahl von gefertigten Einheiten notwendig. Anzustreben ist, dass die RĂŒstzahl unabhĂ€ngig von der Einheit ist und pro Auftrag nur einmal oder weniger (im Durchschnitt) auftritt.

Die RĂŒstzeit tr wird berechnet mit der Addition von RĂŒstgrundzeit trg, RĂŒstverteilzeit trv und RĂŒsterholzeit trer.

tr = trg + trv + trer

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AktivitÀtsdiagramm

Die meisten UML-Diagramme sind fĂŒr die Darstellung von Hierarchien und Aufbaustrukturen unter dem Grundsatz der Objektorientierung geschaffen worden. AktivitĂ€tsdiagramme zeigen jedoch die funktionale Sicht und sind unabhĂ€ngig von dem Gedanken eines objektorientierten Aufbaus, gehören also zu den Verhaltensdiagrammen. Nur mit Funktionen bzw. Methoden (AktivitĂ€ten) lĂ€sst sich Bewegung im System darstellen.

AktivitĂ€tsdiagramme sind vergleichbar mit ProgrammablaufplĂ€nen oder Struktogrammen und nicht nur in der Software-Entwicklung nĂŒtzlich, sondern auch in der Prozessabbildung, beispielsweise zur Abbildung von GeschĂ€ftsprozessen. AktivitĂ€tsdiagramme ermöglichen die Abbildung von Verantwortungsbereichen ĂŒber Prozesse sowie die Parallelisierung von Prozessen, was AktivitĂ€tsdiagramme besonders fĂŒr die Darstellung und Analyse von GeschĂ€ftsprozessen in der Wirtschaftsinformatik und AktivitĂ€ten bei verteilten Anwendungen in der Software-Entwicklung qualifiziert. (mehr…)


Projektmanagement und Kostenverursacher

Projektmanagement ist auch ein Kostenmanagement. Sicherlich werden bei Großprojekten die ZustĂ€ndigkeiten und damit auch die Verantwortung auf verschiedene Projektmanager verteilt. Projektmanagement als Gesamtes betrachtet beinhaltet auch ein Kostenmanagement.

Die Kunst im Projektmanagement liegt nicht darin, Budgets fĂŒr die Kostenstellen im Vorfeld festzulegen – wenn auch diese Aufgabe nicht trivial sein mag. Viel schwieriger ist es jedoch, Kostenoptimierung herbei zu fĂŒhren, welche möglichst frĂŒh wirkt.

Fallbeispiel: Ein Lautsprecher-Hersteller, welcher verschiedene Lautsprechersets fĂŒr unterschiedliche Anwendungen vertreibt, entwickelte und produziert ein neues Lautsprecherset, und plant jedes Jahr 25 000 StĂŒck in Europa zu verkaufen. Da die Marge wegen steigenden Logistik-Kosten sinkt, beschließt der Hersteller nach 3 Jahren, die Fertigung auf Kostenoptimierung hin zu untersuchen. Nach Analyse der Fertigungsprozesse und Wertanalyse des Lautsprechersets fĂ€llt auf, dass bei geringfĂŒgiger konstruktiver Änderung des Lautsprechersets durch Wegfall eines KĂŒhlkörpers 2,40 € entfallen – also eingespart werden – können. Es können also pro Jahr 60 000 € eingespart werden – Die GeschĂ€ftsleitung freut sich, stellt aber die Frage, warum dies nicht bereits bei der Entwicklung betrachtet wurde.

Bei einer typischen Marktlebenszeit von 5 Jahren und der JahresstĂŒckzahl von 25 000, können so praktisch  300 000 € eingespart werden, nur fĂŒr dieses Lautsprecherset. Eine spĂ€tere Erkennung der Kostenpotenziale fĂŒhrt zu OpportunitĂ€tskosten, demnach zur Verringerung der Marge.

Wie konnte es zu diesem Problem kommen? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Die PrioritĂ€ten wurden nicht richtig gesetzt und entsprechend kommuniziert. Die Produktentwicklung verursacht ab einer Mittelserienfertigung relativ wenig Kosten, sofern nicht erst noch eine Grundlagenforschung notwendig ist. Die meisten Produktentwicklungen etablierter Unternehmen gehen nicht tiefer in die Entwicklungsprozesse als bis zur Anpassungskonstruktion. Die verursachten Kosten in der Konstruktion/Entwicklung sind daher im Vergleich z. B. mit den Kosten der Logistik, Fertigung und Montage recht klein. (mehr…)


Prozessoptimierung durch Redesign

Die Prozessoptimierung kann zu unterschiedlichen Phasen angestrebt werden:

  • WĂ€hrend einer Planung fĂŒr neue Prozesse (Neuplanung) oder
  • als Redesign bestehender Prozesse nach einer Ist-Analyse (z. B. AusfĂŒhrungsanalyse von Produktionsprozessen nach MTM)

Es ist zu bevorzugen, die Methoden der Prozessoptimierung von Anfang an, also bereits mit der erstmaligen Planung (Neuplanung) von Prozessen/Prozessketten, anzuwenden bzw. zu berĂŒcksichtigen. Jedoch selbst wenn die BemĂŒhungen fĂŒr intelligente und schlanke Prozesse von Anfang an sehr hoch waren, sind Prozesse und Prozessketten nie “perfekt”, denn mit technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt steigen auch die Anforderungen an Prozesse sowie die Prozessoptimierungsmöglichkeiten.

FĂŒr jede Prozessoptimierung gibt es eine Vorgehensstrategie und Analyse auf Optimierungspotenzial. AbhĂ€ngig von Branche und Sachgebiet werden fĂŒr die Prozessoptimierung unterschiedliche Analysegrundlagen herangezogen. Eine Prozessoptimierung in der Industrie basiert hĂ€ufig auf den Grundlagen, die aus einer Wertstromanalyse gewonnen wurden. (mehr…)


Ideal-Layoutplanung

Das Ideallayout ist eine Kerndisziplin in der Fabrikplanung und der Grundstein fĂŒr die spĂ€tere Realplanung. Auch fĂŒr die Arbeitsplanung und Unternehmenslogistik kann die Idealplanung eine Rolle spielen. Die Idealplanung ist eine Vorgabe fĂŒr die Gestaltung der Realplanung. Ziel ist die optimale rĂ€umliche Zuordnung der Maschinen bzw. ArbeitsplĂ€tze sowie der Abbildung der MaterialflĂŒsse und ArbeitsablĂ€ufe. Als Datengrundlage dienen ArbeitsplĂ€ne. Die Idealplanung ist grafisch einfach gehalten und wird zweidimensional dargestellt. (mehr…)


Methods-Time Measurement (MTM) – Produktionsmanagement

Methods-Time Measurement (MTM) ist ein Produktionsmanagement-Instrumentarium aus der Produktions-Prozessgestaltung und Arbeitswissenschaft, um Kosten und ProduktivitÀt bereits von der Produktentstehung bis zur Fabrik- und Arbeitsplanung sowie dann auch in allen folgenden Abschnitten der Wertschöpfungskette zu optimieren.

Die Entwicklung des MTM-Systems begann in den 40er Jahren in den USA mit dem Vorsatz, ein System vorbestimmter Zeiten fĂŒr die Planung und Bewertung von Produktionsprozessen zu schaffen. Das erste Buch zum Thema mit dem Titel “Methods-Time Measurement” wurde 1948 veröffentlicht. Seitdem kam eine Wandlung von MTM als ein System vorbestimmter Zeiten zu einem Produktionsmanagementsystem auf. Mittlerweile ist ProduktivitĂ€tsmanagement mit MTM weltweit der gelĂ€ufigste Ansatz zur Produktionsoptimierung und ist daher als Weiterbildungsform in Form von Kursen und Zertifikaten fĂŒr Studenten und Absolventen interessant, die sich mit Produktionsmanagement beschĂ€ftigen. Insbesondere Wirtschaftsingenieure sollten das MTM-System kennen, verstehen und idealerweise auch anwenden können.

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Kaizen

Kaizen æ”č斄 (かいぜん – “Wandel zum Besseren”) ist ein japanischer Ansatz zur Hervorbringung von Ideen fĂŒr und Umsetzungen von stĂ€ndiger Verbesserung. Im industriellen Kontext ist Kaizen eine Vorgehensweise zur betriebsinternen Prozessoptimierung zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit, Kundenorientierung, Kundenbindung sowie Kunden-/MitarbeiterloyalitĂ€t durch Verbesserung der Produkt-, Prozess- und ServicequalitĂ€t.

Langfristiges Ziel ist die Erhaltung der erreichten ZustÀnde, wenn diese vorteilhaft sind, und die Erreichung weiterer Verbesserung. Verbesserung ist im Sinne des Kaizen immer möglich und das Streben nach Verbesserung darf niemals aufhören. Selbstzufriedenheit gibt es demnach nicht. Im Gegensatz zum Re-Engineering ist jedoch keine sprunghafte Verbesserung das Ziel, sondern die langfristig-schrittweise Innovation im Unternehmen. Der Weg des Kaizen folgt der schrittweisen Perfektionierung von Prozessen, Prozessketten und -netzwerken.

Da kleine Schritte auch nur kleine Verbesserungen verursachen, muss diese Anreihung von Verbesserungen immer wieder in einem Kreislauf wiederholt werden. Kaizen steht also fĂŒr eine Evolution im Unternehmen. Sich positiv auswirkend vorhergesagte VerĂ€nderungen, die sich nach Realisierung langfristig als tatsĂ€chlich positiv auswirkend herausstellen, werden beibehalten, jedoch auch immer wieder in Frage gestellt und noch weiter perfektioniert. VerĂ€nderungen, die sich langfristig als doch nicht so vorteilhaft oder zielfĂŒhrend herausstellen, werden wieder verĂ€ndert.

Kaizen verlĂ€uft Bottom-Up: Nach dem Prinzip, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit am besten kennen und ihnen daher auch die besten Ideen zur Verbesserung kommen können. Die Verbesserung soll von innen heraus aus dem Unternehmen kommen und zwar von ĂŒberall aus dem Unternehmen. Jeder Mitarbeiter kann und soll zur Verbesserung des Unternehmens beitragen.

Die Einbindung der Mitarbeiter fĂŒhrt in der Regel zu einer höheren Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Sich mit dem Unternehmen verbunden fĂŒhlende und motivierte Mitarbeiter sind ein Hauptfaktor fĂŒr die Sicherung der Wettbewerbsposition.

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Fertigungsmittelanordnung

Die Fertigungsmittelanordnung ist immer dann Thema, wenn ein Produkt von der Produktgestaltung entworfen wurde und von der Prozessgestaltung in einen Fertigungsablauf gegliedert wurde.

Ausgangssituation sind die Prozesse und deren Prozessfolge/Prozesskette (PK) um ein zu fertigendes Produkt. Die nÀchste Frage ist dann, wie die Prozesse nach der Prozessfolge abgearbeitet werden und dabei mit den Fertigungsprozessen anderer (parallel oder nacheinander produzierter Produkte) in Einklang gebracht werden.

Die Fertigungsmittelanordnung wird in grundlegender Form durch das Fertigungsprinzip bestimmt. Ein Fertigungsprinzip beschreibt die rĂ€umliche Anordnung der Betriebsmittel – also die generelle Betriebsmittel-Struktur im Fabrik-Layout. Die Betriebsmittelanordnung folgt der Logik einer angestrebten Funktion. Mit der Wahl eines Fertigungsprinzips werden indirekt Durchlaufzeiten (Potenzial) von WerkstĂŒcken festgelegt. Die Bestimmung des Fertigungsprinzips ist eine Disziplin aus der Fabrikplanung und hĂ€ngt auch von der Fertigungsart ab. (mehr…)


Wie Standardisierung Projekte vereinfachen kann

Jedes Projekt ist individuell (sonst wÀre es kein Projekt!). Damit ergibt sich auch eine individuelle Herangehensweise, welche sich jedes Mal neu erfinden muss. Richtig?

Falsch! Es muss nicht immer das Rad neuerfunden werden. Sicher, eine ganz individuelle Herangehensweise – jedes Mal von Grund auf neu – bietet optimale Chancen auf herausragende Projektergebnisse. Es steht nur niemals die ProjektqualitĂ€t (heißt Planungs- und UmsetzungsqualitĂ€t) allein im Vordergrund, sondern auch die Wirtschaftlichkeit (Budget) und die Projektzeit (Meilensteine).

Konflikte im Projekt-Management

Diese Konflikte können auf verschiedene Art und Weise entschĂ€rft werden. Beispielsweise kann die Projektzeit mit Simultaneous Engineering gesenkt werden, die Ergebnis- und ProzessqualitĂ€t dabei sogar gesteigert werden. Eine weitere Möglichkeit, welche den Einsatz von Simultaneous Engineering fördert, ist die Standardisierung. (mehr…)


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