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- Generalist zwischen Wirtschaft und Technik


Wie man sich als Ingenieur selbständig macht – Buchempfehlung

Für viele Ingenieure stand das Karriereziel bereits zu Studienbeginn fest: Eine fachlich interessante Position mit Führungsverantwortung in einem Konzern soll es mal werden.

Dass es jedoch auch noch ganz andere Perspektiven gibt, als für Großunternehmen in abhängiger Beschäftigung zu arbeiten, wird selbst von den wissensoffenen Hochschulen gerne mal ignoriert und im Lehrplan unterschlagen. Das Motto “Arbeitsplätze schaffen, statt selbst nur welche zu beanspruchen” scheint kein verbreitetes Ziel von Hochschulstudenten zu sein. Dabei passt Unternehmertum recht gut auf viele Wünsche der Studenten und Absolventen: Unabhängigkeit, freie Zeiteinteilung, Gestaltungsfreiheit und Offenheit für jede geschäftliche Gelegenheit ohne Bindung an ein bestimmtes Berufsbild sowie – abhängig nach Ideenreichtum und Leistung – unbegrenztes Einkommenswachstums.

Natürlich hat eine eigene Unternehmensgründung auch ihre Herausforderungen, welche jedoch von Hochschulabsolventen zu bewältigen sein dürften. Um sich nicht ganz unvorbereitet diesen Herausforderungen stellen zu müssen, existiert viel hilfreiche Literatur zum Thema Existenzgründung. Je nach Art und fachlichem Hintergrund stellen Existenzgründungen jedoch unterschiedliche Ansprüche.

Das Buch Leitfaden für Existenzgründer – Wie man sich als Ingenieur selbständig macht vom Autor Erhard Sanft gibt hilfreiche Tipps und liefert Strategien für die Gründung, Personalführung, Marketing und Vertrieb. Das Buch informiert über rechtliche Rahmenbedingungen und über Fallstricke der Finanzierung speziell zugeschnitten auf die Berufsgruppe der in Wirtschaft oder Wissenschaft tätigen Ingenieure. Im Fokus stehen dabei Gründungen von Ingenieurbüros und technisch orientierten Unternehmensberatungen.


Leitfaden für Existenzgründer: Wie man sich als Ingenieur selbstständig macht: Wie man sich als Ingenieur selbständig macht (VDI-Buch / VDI-Karriere) (mehr…)


Führungskräfte für ein integratives Management – Buchempfehlung

Herausforderungen in Wissenschaft und Praxis werden immer komplexer, denn mit jedem weiteren Kalenderjahr steigt das Wissen in allen Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Die ursprünglich eigenständigen Disziplinen, wie z. B. Fertigungstechnik, Informatik, Marketing, Controlling oder Logistik, werden immer enger miteinander verzahnt zu einem effizient arbeitenden Uhrwerk, dass jedoch gesamtheitlich durch Wirtschaftsingenieure aufeinander abgestimmt werden muss.

In dieser zunehmend global vernetzten Unternehmensumwelt wird die technologie-getriebene Entwicklung in den Industrienationen nur durch ein interdisziplinäres Management in Wirtschaft und Politik nachhaltig ausgerichtet werden können.
Für die Zukunft wird ein integratives Management mit Blick auf Technik und Betriebswirtschaft in den Führungsetagen der Unternehmen immer wichtiger werden, um Herausforderungen in der strategischen Unternehmensausrichtung bewältigen zu können. Die Integration von Technologie und Management und das damit verbundene interdisziplinäre Arbeiten stellt hohe Anforderungen an zukünftige Führungskräfte und Manager – Anforderungen, denen der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an Universitäten und Fachhochschulen gerecht wird.


Führungskräfte für ein integriertes Management: Wirtschaftsingenieurwesen in Wissenschaft und Unternehmenspraxis (mehr…)


Berufsbild Wirtschaftsingenieur

Der Verband Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI) hat am 29. Juni 2011 die 13. Auflage der Berufsbilduntersuchung Wirtschaftsingenieurwesen veröffentlicht. Die Auflage kann käuflich erworben werden, neue Mitglieder des VWI bekommen sie gratis zugeschickt. Die Berufsbilduntersuchung klärt viele Fragen von Studierenden und Studieninteressierten des Wirtschaftsingenieurwesens. (mehr…)


Internationale/r Logistikplaner/in

Logistikplaner werden nicht nur in auf Logistiklösungen spezialisierte Unternehmen, allen voran Spediteure, eingesetzt, sondern auch in mittleren bis größeren produzierenden und verarbeitenden Unternehmen.
Die internationale Industrie greift auf ein komplexes Logistiknetzwerk zurück, bestehend aus teilweise sehr dynamischen Logistikprozessen der Wertschöpfungs- und Lieferketten. Logistikplaner/innen sind die Manager der Güterströme zwischen Zuliefern und Einkäufern. Sie selbst sitzen in der Regel in der Zulieferindustrie (Distributionslogistik), in der transportdurchführenden Spedition oder auf der Einkäuferseite (Beschaffungslogistik).
Die Ziele eines Logistikplaners sind ähnlich eines strategischen Einkäufers. Während Lieferengpässe immer vermieden werden müssen, sind Logistikkosten einzusparen. Es bestehen viele Zielkonflikte, für welche Logistikplaner immer wieder neue Kompromisse finden müssen. Logistikplaner sind Strategien, müssen aber auch das richtige Geschickt für operative Aufgaben parat haben.
Logistikplaner stehen im engen Kontakt zu Produktionsplanern, Einkäufern und/oder Verkäufern sowie Mitarbeitern im Lager und der Qualitätskontrolle. Der/die Logistikplaner/in rechnet Lagerreichweiten aus, bestimmt technisch geeignete Lieferwege unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit Hinblick auf die wirtschaftlichste Erfüllung der Lieferaufträge.
In der Logistik gibt es eine technische Seite, befasst wird sich hier mit Automatisierungstechnik, Informatik sowie Förder- und Materialflusstechnik. Der Logistikplaner fokussiert die wirtschaftliche Seite unter Berücksichtigung der technischen Machbarkeit. (mehr…)


Technologie- / Innovationsmanager/in

Die/der Technologie- bzw. InnovationsmanagerIn ist für das Technologiemanagement und/oder Innovationsmanagement in einem Unternehmen verantwortlich. Im Gegensatz zu mittelständischen Betrieben, fassen Konzerne Technologie- und Innovationsmanagement nicht immer zu einem Bereich zusammen, sondern bilden zwei unterschiedliche (jedoch stark miteinander kommunizierende) Stellen.

Nachfolgend wird zur Vereinfachung und Abkürzung die Bezeichnung TI-ManagerInnen verwendet..

Die/der TI-ManagerIn untersucht das eigene und konkurrierende Unternehmen sowie Geschäftspartner hinsichtlich technologischer Kompetenzen und Innovationspotenzial. Die/der TI-ManagerIn stellt sich den Fragen, wie sich das Unternehmen am besten neues Know-How erschließen kann und bisher gewonnenes Wissen langfristig erhalten kann.

Häufig arbeiten entwickelnde und produzierende Unternehmen in mehren technologischen Feldern, verfügen jedoch immer über stark begrenzte Ressourcen. Aufgabe der TechnologiemanagerInnen ist die Entscheidung und Zuweisen der Ressourcen zu jenen Feldern. Auch Standortanalysen und die Arbeitsgestaltung können in das Tätigkeitsspektrum fallen. Investitionsrechnung, z. B. für die Entscheidung für einen Technologieeinkauf statt einer -entwicklung, als betriebswirtschaftliches Können ist genauso von Bedeutung wie Wissen aus den Ingenieurwissenschaften. Risikoanalysen und wirtschaftliches Potenzial für Entwicklungsprojekte müssen bestimmt und die Geschäftsführung beraten und in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden. Es ist ein gutes Verständnis für die Investitionsrechnung notwendig. Genauso arbeiten TI-ManagerInnen eng mit dem Marketing zusammen und stehen mit dem Marketing gemeinsam in der Verantwortung, Konzepte auszuarbeiten, um Kunden, Geschäftspartner und Investoren für neue Technologien und Innovationsschritte zu begeistern.

TI-ManagerInnen sind auch Projektmanager und verantwortlich für die Realisierung von Technologie-Projekten. Im Vorfeld sind sie antreibende Kraft zur Erfassung von technologischem Wissen und Entwicklungen. Es wird eine permanente Lernbereitschaft und Lernen aus eigenem Antrieb gefordert. Die Herausforderungen für die/den TI-ManagerIn ist die interdisziplinäre Arbeit, die Schritthaltung mit dem technologischen Wissen und der Kampf gegen innvoationsfeindlichen Widerstand aus den eigenen Reihen.

TI-ManagerInnen bilden die strategische Mitte zwischen Ingenieurwissenschaft und Betriebswirtschaft. Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker weisen ein besonderes Potenzial für den Einsatz als TI-ManagerIn auf, sofern die Leidenschaft für “Neues” zur Persönlichkeit gehört.


Technische/r Einkäufer/in

Der technische Einkauf ist neben dem Vertrieb die wichtigste Schnittstelle eines produzierenden Unternehmens. Nahezu jedes produzierende Unternehmen greift auf Vorleistungen und Dienstleistungen anderer produzierender/rohstofffördernder Unternehmen zurück. Die Abteilung Technischer Einkauf hat die Aufgabe, mit Fokus auf eine wirtschaftliche Vorgehensweise und nach technischen Vorgaben von der Konstruktion und Fertigung, geeignete Betriebsmittel sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einzukaufen.

Befasst wird sich mit dem Einkauf beispielsweise von Arbeitsmaschinen, Rohstoffen, Halbzeugen, Energie, Schmierstoffen und Ersatzteilen. Nötig sind dabei kaufmännisches wie technisches Wissen bzw. ausgeprägtes technisches Verständnis.

Einkäufer/innen müssen Datenblätter und technische Zeichnungen lesen sowie sich in technische Probleme einarbeiten können, denn sie müssen technische Schwachstellen verstehen, Kompatibilität prüfen und Qualität einschätzen können. Notwendig ist daher auch, dass die Bereitschaft zur permanenten Weiterbildung und zum Einstudieren technischer Veränderungen vorhanden ist.

Technische Einkäufer/innen müssen über hervorragende Kenntnisse über Kostenkalkulation, gute Kenntnisse im Rechnungswesen, Umwelt- und Wirtschaftsrecht sowie ein Grundwissen an Marketing vorweisen können. Kenntnisse im Bereich Prozessgestaltung und über Fertigungsverfahren sind mindestens von großem Vorteil.

Verlangt werden zudem in der Regel praktische Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Software wie dem gesamten Office-Paketen (insbesondere Tabellenkalkulationssoftware) und dem SAP Modul R/3.

Technische Einkäufer/innen sollten, ähnlich wie Vertriebsmitarbeiter, gute Verhandlungspartner und entsprechend durchsetzungsstark sein. Häufig sind Außendiensttätigkeiten, auch auf internationaler Ebene, mit dem technischen Einkauf verbunden, was ein Grund für häufig verlangte Reisebereitschaft und Fremdsprachenkenntnisse ist.

Im technischen Einkauf finden sich Ingenieure mit kaufmännischem Wissen genauso wie Betriebswirtschaftler mit technischem Wissen. Positionen im technischen Einkauf werden sehr gerne mit Wirtschaftsingenieuren besetzt, da ihr Studium genau die richtige Ausbildung für Tätigkeiten im technischen Einkauf darstellt.

Technische Einkäufer/innen stehen nicht selten unter hohem Arbeitsdruck, denn sie rechtfertigen ihre Position jedes Geschäftsjahr mit einer neuen Einsparung bzw. Wirtschaftlichkeitssteigerung ohne dabei die technischen Spezifikationen zu missachten und stehen dennoch auch in der Pflicht, die Einkäufe hinsichtlich der Qualität zu verbessern; denn nichts ist für technische Einkäufer/innen schlimmer, als wenn schlechte Einkäufe die Produktion beieinträchtigen oder gar komplett stilllegen.


Wirtschaftsingenieure – Ideale Unternehmensgründer?

Nicht Bodenschätze, Tourismus oder Finanzwesen haben Deutschland zur innovativen Nation mit den weltweit meisten Exporten gemacht, Deutschland hat sich seine hohe Entwicklung und seinen Wohlstand durch Industrie und technische Innovation erwirtschaftet. Die viert größte Volkswirtschaft der Welt fußt auf Großkonzerne und vor allem auf mittelständische Unternehmen, insbesondere in den Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik, Luft-/Raumfahrt- wie Fahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik, Chemie, Biotechnologie und Informatik.

Neue Trends kommen zunehmend in Dienstleistungsbranchen auf, aber auch das produzierende Gewerbe plus Forschung und Entwicklung bleibt ein beständiger, riesiger Wirtschaftsfaktor Deutschlands. Trends sind häufig Kombinationen mit neuen Ideologien, Anwendungsbezügen und Motivationen (so ist zum Beispiel die “Umwelttechnik” eine Mischung aus verschiedenen Ingenieurdisziplinen, sinnvoll kombiniert zur Erzielung einer besseren Umweltverträglichkeit menschlicher Lebensumstände).

Technologie hat Deutschland nicht nur ein weltweit beneidetes Exportgeschäft eingebracht, Technologie und Innovation hat auch zur höheren Lebenserwartung und zum höhren Lebensstandard in Deutschland und im Ausland verholfen. Technologie ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch einer gesellschaftlicher Art.

Deutschland braucht Gründer, vor allem solche, der innovationsschaffenden Sorte. Nicht zuletzt durch diese Motivation, wagen Gründer in Deutschland den Auf- und Ausbau eines eigenen Innovationsunternehmens. (mehr…)


Konstruktionsingenieur/in

Ingenieure bedienen sich der Naturwissenschaft, wenden das Wissen aus dieser an, um neue Produkte zu erschaffen und vorhandene Produkte zu verbessern. Zusammen mit Naturwissenschaftlern, wie Physiker, Mathematiker, Chemiker, Biologen usw, sind die Entwicklungs- bzw. Konstruktionsingenieure die Motoren der technologischen Innovation! Nur ihnen ist es zu verdanken, dass Waren produziert und gehandelt werden können, welche dann erst zum Versicherungs- und Spekulationsgegenstand werden, und bringen den Wirtschaftsteilnehmern Wohlstand durch Handel und Nutzen.

Konstruktionsingenieure sind auf der ganzen Welt gefragt, die besten Stellen finden sich in den Industrienationen wie Deutschland, die USA und Japan. Stellenausschreibungen für Konstruktionsingenieure finden sich im deutschsprachigen Raum auch unter alternativen Berufsbezeichnungen wie Entwicklungsingenieur, Konstruktionsentwickler, Produktentwickler oder Konstrukteur, oft auch einfach allgemein als Ingenieur bezeichnet.

Ein Konstruktionsingenieur / Entwicklungsingenieur muss sehr gut abstrahieren können. Ein Hang zur Forschung sollte beim Konstruktions-/Entwicklungsingenieur vorhanden sein. Häufig bestehen Konstruktionen aus vielen einzelnen Elementen, jedes Element für sich betrachtet ist eine komplexe Konstruktion und benötigt klar definierte Schnittstellen. Konstruktionsingenieure sollten kreativ und fit in den entsprecheneden Naturwissenschaften sein, bei Maschinenkonstruktionen sind das vor allem Mathematik und Physik. Ein gewisses übergreifendes Ingenieurwissen ist notwendig, so werden z.B. für Maschinenbauingenieure sehr oft gute Kenntnisse in der Elektrotechnik erwartet. Maschinenbau und Elektrotechnik werden immer mehr miteinander verflochten. Die Fachrichtung Mechatronik wird aus diesem Grund immer beliebter. Konstruktions-/Entwicklungsingenieure sind dennoch meistens sehr spezialisiert, haben beispielsweise sehr spezialisierte Kenntnisse in Hydraulik, digitaler Signalverarbeitung, Hochspannungstechnik oder Statik.

Viele Technologien als Entwicklungsumgebung oder standardisierte Entwicklungsverfahren, wie etwa CAD oder andere 3D-Modelle (Solid Works, ProEngineer, PDMS..), sind Voraussetzungen, die an Bewerber gestellt werden oder zumindest gern gesehene Zusatzqualifikation sind. In den meisten Stellenanzeigen für Konstruktionsingenieure sind zudem gute Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Konstruktionsingenieure haben idealerweise einen gradlinigen Lebenslauf, technische Ausbildungsberufe vor dem Studium sind kein Fehler im Lebenslauf, sondern häufig eher ein Pluspunkt.

Wer Konstruktionsingenieur werden möchte, sollte möglichst früh einen Ingenieurstudiengang absolvieren. Typische Studienrichtungen sind Maschinenbau, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Fahrzeugtechnik, Mechatronik, Luft- und Raumfahrttechnik, Technische Physik und Technische Informatik. Andere Studienrichtungen, auch in den Bereich Chemie und Biologie, sind möglich.

Wirtschaftsingenieure werden selten zu Konstruktionsingenieuren, da Ihnen in der Regel Wissen und Erfahrung in technischen Entwicklungen bzw. Konstruktionen fehlt und mit der Studienwahl für Wirtschaftsingenieurwesen gezeigt haben, dass sie keine reine Entwicklertätigkeit anstreben. Wirtschaftsingenieuren fehlen oft sehr vertiefende Module, im Maschinenbau sind das z.B. Thermodynamik und Strömungslehre, in der Elektrotechnik z.B. die elektromagnetische Feldtheorie.

Einige Wirtschaftsingenieure können jedoch die (vielleicht unerwartete) Liebe für die Konstruktion/technische Entwicklung entdecken und haben es, trotz der fachlichen Benachteiligung in die Position des Entwicklers/Konstrukteurs geschafft. Einige Studiengänge zum Wirtschaftsingenieurwesen, insbesondere an Technischen Hochschulen (TU, TFH), sind sehr technisch ausgelegt, so dass eine Bewerbung auf eine Stelle eines Konstruktionsingenieurs nicht abwegig ist. An den Hochschulen können i.d.R. Module anderer Studiengänge, so auch von klassischen Ingenieurstudiengängen, zusätzlich belegt und geprüft werden. Praktika und sonstige Erfahrungen im Konstruktions-/Entwicklungs-/Forschungssektor begünstigen die Chance auf eine solche Position.

Konstruktionsingenieur / Entwicklungsingenieur ist ein sehr interessanter und international gefragter Beruf. Die Einkommensperspektiven sehr hoch. Anders als bei typischen Stellen für Wirtschaftsingenieure, ist bei Konstruktionsingenieuren Spezialisierung das Maß aller Einstellungskonditionen. Wer spezialisiert ist und mehr Erfahrung verkaufen kann, wird auch besser vergütet.

Letztendlich ist der Konstruktionsingenieur gesellschaftlich bei Groß und Klein sehr angesehen. Werden Kinder im Schulalter nach ihrem Traumberuf gefragt, fällt neben Begriffen wie “Feuerwehrmann” und “Astronaut”, sehr oft auch “Erfinder” – Kaum ein anderer Beruf liegt wohl näher am Erfinder, als der Konstruktions-/Entwicklungsingenieur.


IT-Berater/in

Wenn mittelständische Unternehmen expandieren, steigt der Organisationsaufwand und der Wunsch nach besserer Performance der betriebsinternen Informationsinfrastruktur entsprechend. Auch werden im produzierenden Gewerbe neue IT-Technologien für die Produktionssteuerung oder Internet-Lösungen für die Kommunikation mit Zulieferern oder Kunden benötigt. Hier sind maßgeschneiderte IT-Lösungen gefragt.

Ähnlich wie der Mittelständler für die Rechtsberatung seinen Rechtsanwalt und für Steuerfragen seinen Steuerberater hat, hat er für die Beratung neuer IT-Technologien und IT-Lösungen betreffend einen oder mehrere IT-Berater zur Seite stehen.

IT-Berater recherchieren und informieren über aktuelle IT-Technologien, sie beraten und dürfen ggf. mit Vollmacht unter Bedingungen für einen Klienten über zu verwendende Technologien entscheiden. Sie implementieren die IT-Lösungen oder betreuen die Implementierung, sie können das Unternehmen vertragsabhängig bis hin zur Inbetriebnahme, Wartung, Reparatur, Upgrade bzw. Update betreuen. IT-Berater verfügen selbst nicht über zu vermarktende Technologien, sondern vermitteln zwischen Nachfragern vorallem aus dem Mittelstand und IT-Unternehmen, welche die IT-Lösungen zur Verfügung stellen.

IT-Berater arbeiten i.d.R. freiberuflich oder in IT-Beratungsunternehmen (Schlagwort: IT-Consulting), seltener werden sie auch, ggf. unter einer anderen Bezeichnung, festeingestellt und besetzen eine Stabstelle. Sehr viele Hochschulen bieten eine Beratung oder Schulung für die Selbstständigkeit an, unter Umständen auch speziell für Freiberufler im Consulting-Bereich. Auch bietet die lokale IHK häufig Schulungen für den Weg in die Selbstständigkeit an. Diese Hilfestellung sollte unbedingt wahrgenommen werden, wenn der Weg in die Selbständigkeit in Erwägung gezogen wird.

IT-Berater arbeiten immer interdisziplinär, denn ein IT-Berater muss mit aktueller Hardware und Software, Netzwerktechnik und Software-Architekturen sehr gut vertraut sein und außerdem über sehr gute kaufmännische Kenntnisse verfügen. Im IT-Consulting sind die Bedürfnisse der Geschäftsführung mit Mitteln aus dem Pool der IT-Technologien zu befriedigen, der IT-Berater muss beide Seiten verstehen. Zusätzlich müssen IT-Berater einen guten Überblick über das IT-Recht (z.B. Datenschutzgesetz) haben.

Ideale Voraussetzungen bringen Wirtschaftsinformatiker und auf Informatik spezialisierte Wirtschaftsingenieure mit, aber auch Betriebswirtschaftler und Informatiker mit Zusatzqualifikationen und Fachkenntnissen im jeweils studienfachfremden Bereich sind im IT-Consulting tätig. Zudem sind viele Quereinsteiger aus alten Zeiten in der IT-Beratung zu finden, ausgebildete IT-Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung und ggf. Weiterbildungen im IT-Bereich (z.B. die IT-Weiterbildungen der IHK oder aber auch Zertifikate von IT-Großunternehmen) stehen mit Hochschulabsolventen in Konkurrenz. Für IT-Berater sind sehr gute Englischkenntnisse selbstverständlich.

Bevor der Weg in die Selbstständigkeit gewagt wird, sollte der angehende IT-Berater Berufserfahrung in der Informatik gesammelt haben und über gute Referenzen verfügen. Ein IT-Berater wird an seinen Referenzen bemessen. Erfüllt ein IT-Berater die Erwartungen des Kunden nicht oder scheitert gar das vom IT-Berater vorgeschlagene und betreute Projekt, ist die Zukunft als IT-Berater gefährdet – Negative Erfahrungen können sich im Mittelstand schnell herumsprechen.


Finanzbuchhalter/in

Spaß an Prozessen der Finanzierungsseite des Unternehmens löschen den Kaufmannsdurst engagierter Finanzbuchhalter. Rechtsvorschriften über A wie Abschreibungen über P wie Publizitätspflicht bis Z wie Zinsversteuerung sind dem Finanzbuchhalter sein Täglich Brot.

Finanzbuchhalter unterstützen die Wirtschaftsprüfung und die internen Revisionen, wirken zumindest indirekt bei der Budgetplanung mit und unterstützen die Geschäftsführung durch Beratung über Alternativen bezüglich Anlagemöglichkeiten.

Eine der Hauptaufgaben der Finanzbuchhaltung sind die Erstellung und Prüfung der Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse im Sinne des Handelsgesetzbuches und anderer Rechtsvorschriften.

Kenntnisse in internationaler Rechnungslegung nach IFRS werden häufig von Finanzbuchhaltern verlangt. Hinzu kommen bei großen Unternehmen sehr gute Englischkenntnisse. Mit gängigen Datenbank- und ERP-Systemen sollten sich angehende Ökonomen mit Vertiefung auf Bilanzierung und Rechnungswesen auskennen. SAP-Kenntnisse sind längst kein Geheimtipp mehr. Die Mindestanforderung sind heutzutage aber gute Kenntnisse gängiger Office-Programme.

Gute Finanzbuchhalter werden sehr gut bezahlt. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn erfahrene Zahlenjongleure dokumentieren den Unternehmenswert und sparen dem Unternehmen mit legalen Bilanztricks viel Geld ein.

Der Berufszweig der Buchhaltung ist nicht für Jeden geeignet, eine gewisse Zahlenverliebtheit und eine besonders sorgfältige Arbeitsweise sind maßgebend. Irrtümer können eine mittelschwere bis große Katastrophe auslösen und sogar bis zum Straftatverdacht führen. Der Trend zeigt, dass Finanzbuchhalter auch immer mehr strategische Entscheidungen zu tragen haben und eine unverzichtbare Beratungsstelle für das Management sind, für den Einen oder Anderen ein Sprungbrett in noch höhere Etagen.

Eine Stelle in der Finanzbuchhaltung wird bevorzugt von Hochschulabsolventen der Betriebswirtschaftslehre oder dem Wirtschaftsrecht mit Vertiefung in Bilanzierung/Rechnungswesen besetzt, bietet aber auch dem Wirtschaftsingenieur und Wirtschaftsinformatiker berufliche Perspektive, wenn ein einschlägiges Praktikum und die richtigen Vertiefungsfächer an der Hochschule belegt wurden. Auch gibt es viele Weiterbildungen zum Finanzbuchhalter, welche auf kaufmännische Ausbildungen und Berufserfahrungen aufsetzen.


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