Aufgabenangemessenheit (Suitability for the task)
Software ist auf eine bzw. mehrere Aufgaben ausgerichtet entwickelt worden. Die Software muss für diese Aufgaben angemessen gestaltet und benutzerfreundlich sein.
Ist die Bereitstellung aller benötigten Informationen und Funktionen zur Erledigung einer vorbestimmten Aufgabe (z. B. die Erstellung von Textdokumenten oder CAD-Modellen) durch die Software nicht gegeben, so ist die Software nicht angemessen praktikabel und wenig benutzerfreundlich gestaltet.
Der Benutzer soll (durch Tipps und Empfehlungen) von der Software über Informationen und Zustände informiert und unterstützt, jedoch möglichst nicht genervt werden. Dies wird mit einem Dialogsystem (vom kleinen Hinweis in der Statusanzeige bis hin zum Piepton begleitetem Fenster-Dialog) erreicht, wobei sich die Software Einstellungen (Kenntnisnahmen und Prioritäten wie Sicherheitsstufen / Warnlevel) merken muss. Wurde eine immer wieder auftauchende Information vom Benutzer zur Kenntnis genommen, soll dieser Benutzer den Hinweis auf diese Information deaktivieren können (deaktivierfähige Hinweise sind beispielsweise Tipps über die Software beim Start der Software oder bei Ausführen einer bestimmten Aktion z. B. dass eine Datei vor dem öffnen automatisch konvertiert und als temporäre Datei abgespeichert wird).
Äußerst wichtige Hinweise, insbesondere die, welche bei Unaufmerksamkeit zu Datenverlust oder schlimmeren führen können, sind jedoch von der Deaktivierfähigkeit auszuschließen. Ein Beispiel: Wird die Anwendung geschlossen, gehen nicht gespeicherte Änderungen verloren. Der Hinweis auf diese Tatsache sollte nicht automatisch umgangen werden können, es ist aber automatisch sicherzustellen, dass der Hinweis nur erscheint, wenn wirklich Änderungen nach dem letzten Speichern vorgenommen wurden.
Aufgaben, die aus der technischen Eigenheit der Software und des Systems erwachsen und aus denen keine kritischen Zustände entstehen können, sollen durch das System eigenständig ausgeführt werden (z. B. Zwischenspeicherung, Überprüfung von sowie Hinweis über Systemkomponenten und Kompatibilität).
Verfügbare Funktionen der Software sollen an wiederkehrende Aufgabenstellungen angepasst werden können (z. B. durch Standardwertdefinierung, Abspeicherung von Profilen für unterschiedliche Zwecke).
Die Komplexität der Software, ihrer Funktionalität und die Aufgabe soll auf ein angemessenes Level reduziert werden
können. Der Benutzer soll nicht permanent mit Informationen überflutet werden, sondern sich auf das im Moment Wesentliche beschränken können. Elemente (Items) sollen logisch gruppiert, Ausschnitte gezoomt, Funktionsumfänge angepasst, dabei insbesondere beschränkt (z. B. wählbare Minimalinstallation, benutzerdefinierte Installation oder Ansicht) werden können.
Ergonomische Gestaltung von Software
Ergonomie betrifft nicht nur Stühle, Schreibtische und sonstige Büromöbel, sondern auch Anzeigen und Steuerelemente (im Büro, Cockpit, Konsolen, Anlagen usw.). Die Ergonomie ist daher auch Einflussgeber in der Produktgestaltung im Maschinenbau und der Elektrotechnik. Sehr viele Anzeigen und Steuerelemente, welche vor 10 Jahren noch Hebel und analoge Anzeigen waren, sind heute digitalisiert und als Software realisiert. Die Ergonomie spielt daher auch immer mehr in der Software-Entwicklung eine Rolle. (mehr…)
Buchempfehlung: Geheime Botschaften
Keine Verschlüsselung ist absolut sicher,
jeder Code knackbarund wenn es auch nur durch Ausprobieren passieren mag.
… so heißt es immer wieder. Doch wer das Buch Geheime Botschaften zu Ende gelesen hat, könnte seine Ansicht dazu vielleicht noch mal ändern. Das Buch ist meiner Meinung nach ein sehr gutes populärwissenschaftliches Werk, welches sich an Laien und Fortgeschrittene richtet. Dem Autor Simon Singh geht es merklich um die Vermittlung von Wissen über die Kryptografie, er schneidet viele Themen aus der Vergangenheit und Gegenwart an und gibt ein Einblick, wie die Zukunft der Kryptografie aussehen könnte.
Zu Anfang enthält das Buch sehr viel Geschichtsanteil und es wird auf Errungenschaften von einzelnen Personen eingegangen. Am Anfang des Buches geht es hauptsächlich um die Kryptoanalyse, also der Kryptoanalyse, also der Entschlüsselung von geschichtlichen Texten und sogar Sprachen, wie der altgriechischen Schrift Linear-B.
Systeme
Der Begriff „System“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und ermöglicht die einheitliche Beschreibung vielfältiger realer und imaginärer Phänomene. Ein System ist eine Gesamtheit von Elementen, welche miteinander in irgend einer Form in Beziehung stehen. (mehr…)
Verantwortungsmatrix
Die Verantwortungsmatrix ist Teil einer guten Dokumentation im Qualitätsmanagement. Mit einer Verantwortungsmatrix werden Verantwortungen und Informationsrechte über einen Tätigkeitsbereich (z. B. die Fertigungsplanung oder  Kundenabnahme) den Abteilungen zugewiesen.
| Aufgabenbezug | Geschäftsleitung | Beschaffung | Vertrieb | Produktion | Verwaltung | Qualitätsmanagement |
| Prüfung Vorprodukt | V | MV | I | MV | ||
| Produkt-Anforderungsprofil erstellen | MV | V | MV | I | MV | |
| Prüfmethoden/-mittel festlegen | I | MV | MV | I | V | |
| Prüfung Endprodukt | MV | V | I | MV | ||
| Kundenabnahme | I | V | I |
V = Verantwortung; MV = Mitverantwortung; I = Informationsempfänger
Wie bei allen Dokumenten im Qualitätsmanagement, ist auch die Verantwortungsmatrix mit Hinweisen über Ersteller, Prüfer, Erstellungs- und Prüfungsdatum sowie umfassende Änderungshinweise zu versehen.
Arbeitsschutz
Der Zweck von Arbeitsschutz ist die Verhinderung (Prävention) von Unfällen bei der Arbeit und Verhinderung (Primärziel) oder Hinauszögerung/Milderung (Sekundärziel) von Berufskrankheiten.
Im Rahmen des Arbeitsschutzes wurden und werden Rechtsvorschriften in Kraft gesetzt, sind technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen und Verhaltensregeln zu definieren, bewerten und auf Einhaltung zu kontrollieren.
Die deutsche Bundesanstalt für Arbeit definiert den Begriff  ”Arbeitsschutz” wie folgt:
Arbeitsschutz ist die Bewahrung des Menschen vor Gefahren und Beeinträchtigungen in Verbindung mit seiner Berufsarbeit.
Arbeitsschutz ist Teilbereich des Arbeitsrechts.
Verbände für Wirtschaftsingenieure
| Abkürzung | Bezeichnung | Gründungsjahr | Webseite | Info |
| VDI | Verein Deutscher Ingenieure e.V. | 1856 | www.vdi.de | Bieten sehr viele Seminare zu technischen Themen mit Schwerpunkt auf aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen im modernen Ingenieurwesen |
| RKW | Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. | 1921 | www.rkw.de | Bieten sehr viele Seminare zu verschiedenen Themen der Betriebswirtschaft, Prozessgestaltung und Innovationsmanagement |
| REFA | Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung (e.V.) | 1924 | www.refa.de | Bieten sehr viele Seminare für Industrial Engineering und verwandte Gebiete an |
| VWI | Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. | 1932 | www.vwi.org | Der Verband bietet Absolventen, Studenten und Studieninteressierten sehr viele Informationen zum Studium, zur Studienunterstützung und zu Perspektiven |
| MTM | Deutsche MTM-Vereinigung e.V. | 1965 | www.dmtm.com | Bieten sehr viele Seminare im Bereich Arbeitsgestaltung, Produktgestalltung, Prozessgestaltung und Qualitätsmanagement, sowie verwandte Gebiete an |
Projektmanagement
Komplexe Aufgabenstellungen, die innerhalb eines zeitlichen Rahmens zu lösen sind, lassen sich nicht von einer einzelnen Personen und ohne Planung lösen. Projekte werden daher nach einem, von mehreren Personen geschaffenen System aus Arbeitsteilung angegangen. Nach diesem System werden die nötigen Ressourcen beschafft, kombiniert und koordiniert.
Dieses von Menschen erschaffene System wird als Management bezeichnet. Das Wort “Management” kommt aus dem Englischen (bzw. ursprünglich aus dem Lateinischen) und hat merkwürdigerweise keine eindeutige deutsche Übersetzung gefunden. Ich würde “Management” als “Verwaltung und Führung” übersetzen, “Projektmanagement” könnte man daher mit “Projektführung und -verwaltung” übersetzen. Projekt-Management bedeutet in diesem Sinne projektzielgerichtete Planung und Organisation [Verwaltung] sowie Führung mit Kontrolle über die Projektdurchführung.
Projekt-Management wird ferner auch nach der DIN 96901 als Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln zur Abwicklung eines Projektes definiert.
Projekt-Management ist eine Organisation des Projekts, welche selbst (idealerweise vor Beginn der Kernprozesse) entwickelt werden muss, insbesondere im Hinblick auf Entscheidungs-, Arbeits- und Kommunikationsschritte. Dafür müssen die Personen, welche die projektleitenden Positionen einnehmen, über Wissen um Projektmanagementmethoden verfügen und Führungskompetenzen haben. Die Projektleiter (oder Projektmanager) müssen Projektmanagementmethoden beherrschen und auch über Sozialkompetenz und Fachkompetenz verfügen.
Projektleiter
Dem Projektleiter wird die Verantwortung über das Projekt, der Koordinierung aller Ressourcen und der termingerechten Realisierung aller Ziele des Projekts zugewiesen. Zu den Aufgaben des Projektleiters zählen z. B. die Definition der Projektzielsetzung, Erstellung des Projektauftrags, Kommunikation mit den Auftraggebern und der Abstimmung der Ziele und Konditionen mit diesen. Der Projektleiter vertritt das Projekt nach außen (innerbetrieblich und extern) und ist zentraler Verbindungspunkt auch für Projektmitarbeiter. Der Projektleiter sorgt für die Klärung notwendiger Ressourcen und sorgt auch für deren Bereitstellung und Koordination für das Projekt. Grundsätzlich ist auch Aufgabe des Projektleiters, ein Projektteam zu bilden. Um die Handlungsfähigkeit des Projektleiters zu ermöglichen, muss er einen direkten Draht zur Geschäftsführung (Bezüglich Auftrag und dessen Abwicklung) und der Personalabteilung pflegen können.
Testverfahren: White-Box vs Black-Box
In der Software-Entwicklung müssen Entwicklungsergebnisse immer verifiziert und validiert werden. Dazu werden White-Box- und Black-Box-Tests verwendet.
White-Box-Test (WB-Test):
Hier haben die Tester Zugriff auf und Kenntnis über die Entwicklung der Software (Quellcode, Entwicklungsumgebung, Diagramme [UML etc.] sowie Dokumentation). Da quasi in das Programm “hineingesehen” wird, wird auch seltener vom “Glass-Box-Test” gesprochen.
- Stufe: Dieselben Programmier, die die Software programmiert haben, führen den Test durch
- Stufe: Andere Programmierer, welche sich jedoch in den Code hineinarbeiten, führen den Test durch
Black-Box-Test (BB-Test):
Hier haben die Tester keinen Zugriff auf und idealerweise auch keine Kenntnis über die Entwicklung der Software.
- Stufe: Tester, welche als Kunden auftreten (echter Kunde oder nur “simulierter” Kunde) testet die Software (vor allem Funktionstests)
- Stufe: Tester, welche Erfahrung mit Software-Tests (z. B. Penetration Tests) haben und sich in die Auftragsspezifikationen hineinarbeiten, führen den Test durch (vor allem Stresstests) (mehr…)
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